(033) Praxismanagement im Praxiswachstum: Weiterentwickeln oder neu besetzen?

Shownotes

In dieser Solo-Folge fasst Maike Klapdor ein heißes Eisen an: Im Praxiswachstum besteht die Gefahr, dass die Praxismanagement-Schlüsselperson zum limitierenden Faktor für die Gesamtpraxis wird. Denn klassisches Praxismanagement in der Zahnarztpraxis bedeutet meist: Organisation, Struktur, Verlässlichkeit. Doch mit der Entwicklung zur Großpraxis erweitert sich das Anforderungsprofil grundlegend hin zur echten Führungsrolle mit zentraler Verantwortung in Teamkultur, Mitarbeiterbindung und Effizienzsteuerung: Entscheidende Faktoren für die Zukunftsfähigkeit der Praxis.

Ihr erfahrt, wie Ihr diese maximal wichtige Weichenstellung konkret angeht und kommunikativ aufbauen könnt. Eine Folge, die klare Orientierung für eine ehrliche Standortbestimmung bietet und gleichzeitig echte Unterstützung für die anstehenden Handlungsschritte liefert.


Shownotes:

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Transkript anzeigen

00:00:07: Herzlich willkommen bei Dental Spirits, dem Podcast für alle die sich für gesundes Praxiswachstum interessieren.

00:00:13: Dieser Podcast bietet dir Inspiration und ganz konkrete Tipps für die komplexen Herausforderungen der wachsenden Zahnarztpraxis.

00:00:21: Mein Name ist Maike Klapdor und heute begrüße ich euch zu einer Podcast-Folge, in der es um die Weichenstellung im Praxismanagement geht.

00:00:30: Wer sich von euch mit Management-Literatur auseinandersetzt oder einfach auch mal Tipps fürs Startup liest, da gibt verschiedene Bücher, Scaling-Up usw.

00:00:41: Da gibt es das eine essentielle Thema, das branchenübergreifend wiederkehrend ist und auch für die wachsende Zahnarztpraxis von hoher Relevanz ist.

00:00:50: Ich meine jetzt hier den umsichtigen Aufbau des Leitungsteams.

00:00:54: Also die Aussage in dieser Literatur und überall ist: Du brauchst wenige, gleichzeitig die passenden Leute um dich herum. Also das menschliche Kraftfeld, auch den Fähigkeitenmix natürlich,

00:01:06: in dem sich Energien bündeln, also aus dem heraus Wirkung systematisch ausgestrahlt werden kann und mit dem dann auch ambitionierte Ziele erfolgreich verfolgt werden können.

00:01:17: Ja was bedeutet das nun für Zahnarztpraxen?

00:01:19: Wie geht man es an?

00:01:20: Was ist dabei zu beachten?

00:01:22: Also wir sehen in Zahnarztpraxen ein wiederkehrendes Muster und das werde ich mal in diesem Podcast beleuchten und euch da auch einige Handlungsempfehlungen dazu geben!

00:01:32: Wenn Zahnarztpraxen wachsen, sind da in der Regel ein oder zwei InhaberInnen.

00:01:37: Dann kommt ein Angestellter Zahnarzt dazu, manchmal ein zweiter,

00:01:39: das Team wird größer und damit werden dann auch die Arbeitspakete im Praxismanagement nicht nur mehr, sondern sie werden auch ein bisschen anders.

00:01:48: Die Herausforderungen sind anders.

00:01:51: Und wenn man dann mal tiefer beobachtet, stellt man fest, dass alles, was so die Etikettierung Praxis-Management bekommt, zum Teil super funktioniert, zum Teil so lala oder vielleicht auch teilweise noch gar nicht funktioniert, weil die Aufgaben noch gar nichts gesehen werden.

00:02:09: Was wir in den Praxen beobachten und was meistens super läuft, ist beispielsweise alles rund um Urlaubsplanung, Reaktion auf Krankmeldungen, dann Dinge wie Organisation von Schnuppertagen, eine Ordnung des Dienstplans, wer behandelt wann, welche Assistenz wird wo zugeteilt usw.

00:02:28: Termine für Meetings einplanen, alles rund ums Vertragswesen, Schnittstelle zum Steuerbüro, Patientensteuerungsprozesse.

00:02:36: Also all diese Dinge, die sich mechanistisch strukturiert gut abarbeiten lassen.

00:02:41: Und dann gibt es noch den anderen Bereich, wo es manchmal hakt, wo Aufgaben nach besten Möglichkeiten erledigt werden, oder wo auch mal was unerledigt bleibt; damit meine ich das Recruiting tiefer zu steuern, also auch mal die Anforderungsprofile zu durchdenken, auch mal weiterzudenken zum Konzept für Personalmarketing, dann natürlich der ganz große Strauß rund um die Mitarbeiterbindung.

00:03:07: Aus der Mitarbeiterbindung kann ja dann in der Folge auch Teamstabilität entstehen, also das Wohlfühlklima, aus dem dann wiederum die Voraussetzungen für nicht nur ein kooperatives, sondern auch effizientes Miteinander entstehen.

00:03:22: Wir wissen ja, Geld wird in der Routine verdient, ein Satz, den ich immer gerne wiederhole. Es sind auch Aufgaben rund um den Aufbau beispielsweise von Onboarding-Konzepten, also nicht nur im groben, sondern auch kleinteiliger, die aktive Begleitung von Probezeitphasen, Konfliktmanagement, Teamklima aktiv gestalten.

00:03:43: Dann auch so Dinge wie interne Qualifizierungsmaßnahmen in ein Konzept zu bringen – es ist ja immer wichtig, dass Behandlungsassistenzen auch wirklich idealerweise in den vollen Delegationsradius geführt werden als Wertschöpfungsfaktor in der Effizienzsteuerung der Praxis.

00:04:02: Dann natürlich so Dinge, dass Team sich nicht nur trifft, sondern dass tatsächlich echte Wirkung daraus entsteht.

00:04:10: Also, wie gelingt es,

00:04:11: dass Meetings lebhaft, spannend, wirksam sind, also tatsächlich auch in ihrem Führungswirken das realisieren, was drin steckt, Azubi-Konzepte und so weiter.

00:04:23: Also dieses alles ist jetzt eine Aufzählung von Beispielen für eben die Aufgaben, die dann dazukommen oder die auch oft das klassische operative Praxismanagement übersteigen.

00:04:37: Und daraus ergibt sich also ergänzend zu den Fragen, die ihr als Inhaber zu beantworten habt im Wachstum: Nehmen wir jetzt die neuen Räume oder nicht?

00:04:44: Erweitern wird das Team?

00:04:46: Gibt es einen DVT?

00:04:47: Also zu all diesen Dingen gesellt sich im Wachstum auch genau dieses Feld rund um: Wie gestalten wir das Betriebsklima?

00:04:57: Wie gelingt es uns, eng beieinander zu bleiben?

00:04:59: Wie realisieren wir Mitarbeiter-Bindung tatsächlich im Alltag?

00:05:04: Wer wirkt wann atmosphärisch ein?

00:05:06: Wer hält gleichzeitig die Effizienz im Blick?

00:05:09: Also in Summe: Wie gelingt uns das, was im Kleineren super funktioniert, auch ins größere Team zu tragen?

00:05:18: Ja und genau damit tritt dann das Thema Praxismanagement next level auf den Plan,

00:05:23: so will ich das jetzt mal nennen.

00:05:25: Ja, konkret mit einer Frage und die benenne ich jetzt mal ganz klar.

00:05:29: Es ist die Frage, die Schlüsselpersonen, die wir hier im Team haben, ist sie eher für Sachaufgaben prädestiniert oder hat sie tatsächlich das Zeug zum echten Praxismanagement in der Führungsdimension?

00:05:41: Also zur echten Entlastung der Inhaberebene und zur Mitwirkung an der Erreichung all dessen, was ich gerade inhaltlich skizziert habe?

00:05:51: Ja, und genau an dieser Stelle beobachten wir das Praxen ab einem gewissen Punkt

00:05:56: nur Teile sehen, manchmal nicht so wirklich ehrlich sind mit sich und der gesamten Lage.

00:06:01: Und, ja, das hat mich auch veranlasst, diesen Podcast doch mal aufzunehmen, genau zu diesem Thema.

00:06:07: Also was ist das genau?

00:06:08: Also wir sehen, dass Personen im Wachstum auf Schlüsselstellen rutschen oder sie aus irgendeiner nicht wirklich besprochenen Selbstverständlichkeit heraus besetzen, weil sie eben langjährig das Vertrauen von Chef oder Chefin genießen,

00:06:23: zuverlässig sind, loyal sind, also ein ganz großer Aktivposten für die Praxis sind, gleichzeitig aber nicht die Führungsdimension und das reflektierte Führungshandeln

00:06:35: da ist, das die wachsende Praxis eigentlich braucht.

00:06:40: Nur, die Person ist da, man will sie nicht übergehen.

00:06:43: Das wäre nicht fair und angemessen.

00:06:45: Nur gleichzeitig braucht man irgendwie eine Erweiterung an dieser Stelle.

00:06:49: Also ich rede hier von den Personen, die es in den Praxen oft gibt, denen im Praxiswachstum schrittweise Praxismanagement-Aufgaben zufallen.

00:06:58: Manchmal werden Sie auch schon Praxismanagerinnen genannt, manchmal auch nicht, das ist auch interessant, wenn man das mal beobachtet und in der Tiefe hinterfragt, auf jeden Fall die teilweise die Aufgaben sehr gut erledigen, die ihnen persönlich gut entsprechen.

00:07:12: Die auch hervorragende Arbeit machen in Personaladministration und in allem rund um Organisatorisches

00:07:20: und hier braucht es, ja, schon das ehrliche Hinschauen:

00:07:24: gleichzeitig einige Eigenschaften und Fähigkeiten nicht haben oder noch nicht haben!

00:07:29: Und das sind genau die, auf die es dann im gesunden Praxiswachstum auch ankommt.

00:07:32: Auf die es auch ankommt, damit Praxisinhaber und -inhaberin nicht im Hamsterrad landen, weil sie eben Aufgaben nicht delegieren können, die eigentlich delegationsfähig wären.

00:07:44: Weil eben die Person im Leitungsteam fehlt mit den Persönlichkeitseigenschaften und mit den Blickrichtungen und Kommunikationsfähigkeiten, ja, mit dem breiten Blick, dem eigenen Aufgeräumtsein, auch mit der Methodenkompetenz, Selbstreflexion.

00:08:01: Also die Person, die im Leitungsteam dabei unterstützt, ein Ort zu werden, der eben nicht nur organisatorisch funktioniert, sondern auch die Herzen der Menschen erreicht und breiter insgesamt angelegt ist.

00:08:15: Also ich rede jetzt über die echte Führungskraft, die ein Ohr hat für die Menschen, die die Fähigkeit hat, positive Energie auszustrahlen, die einen Raum schafft, in dem Menschen sich gerne aufhalten, gleichzeitig auch Orientierung gibt.

00:08:28: Und dieses Orientierung geben brauchen wir natürlich auch, weil wir eine Effizienzorganisation aufbauen wollen, damit das ganze Wohlgefühl nicht nur Wohlgefühlt bleibt, sondern die Praxis auch im gewachsenen Radius wirtschaftlich funktioniert.

00:08:45: Da möchte ich nochmal kurz einschieben: Zahnarztpraxis ist ja eben kein industrieller Vorgang. Für die langfristige Zukunftsfähigkeit brauchen wir über das Strukturdenken, was oft gut vorhanden ist, hinaus

00:08:57: auch eine Beantwortung von so Fragen wie: Wie machen wir Sinnstiftung greifbar?

00:09:02: Wie entsteht genau bei uns das Gefühl und auch dieses, ja, ich nenne das mal unsichtbare Gewebe im Alltag, das die Menschen dann sagen lässt: Jo, hier fühle ich mich als Assistenz oder an der Rezeption,

00:09:14: als angestellte Zahnärztin – wie auch immer – tatsächlich menschlich gesehen. Und ich fühle mich auch in dem erkannt, was meine Stärken sind und weiterentwickelt in dem, was sich hier einbringen kann.

00:09:26: Und jetzt mal zurück zum Praxismanagement:

00:09:28: Wir brauchen also im Alltagsbetrieb auf der Position des Praxismanagements schon auch ein Führungsverhalten, mit dem die Rahmenbedingungen geschaffen werden, aus denen wirklich sich Motivation freisetzt, und aus dem heraus dann auch über die vielen Komplexitätswirkungen Mitarbeiterbindung und Teamstabilität entstehen können.

00:09:48: Und dann im Ergebnis die echte loyale Power-Truppe, also das, worauf Menschen dann auch stolz sind, wenn sie über ihre Praxis berichten, weil sie dazugehören dürfen, weil sie Teil dieser erfolgreichen Praxis sind.

00:10:03: Ja, was bedeutet das jetzt für eure Personalentscheidung?

00:10:07: In der wachsenden Praxis findet das Ganze seinen Keim wirklich in der rechtzeitigen und auch klugen Weichenstellung, also in dem Moment, wo ihr als Praxisinhaber oder -inhaberin merkt, ich brauche jetzt hier an meiner Seite wirklich echte Entlastung, damit das alles glücklich weitergehen kann.

00:10:28: Ja, dann reflektiert ihr eure Situation und dann geht es ja so weiter mit den Gedanken: Ja, die Linda oder die Sonja oder die Frau Müller, die hier langjährig an meiner Seite sind,

00:10:39: meine Vertrauenspersonen auch geworden sind,

00:10:42: weil sie die Abrechnung so gut im Griff haben, weil ich mich jederzeit auf sie verlassen kann,

00:10:46: weil Sie einfach zuverlässig da sind und sehr gute Leistungen verlässlich bieten,

00:10:52: im Alltag meinen Garant dafür sind, dass es organisatorisch läuft...

00:10:56: Nur, wenn ich ganz ehrlich zu mir bin, fehlt da auch was. Manches ist unvollständig.

00:11:00: Manches läuft vielleicht nicht so glücklich.

00:11:03: Es gibt doch häufiger menschliche Reibungen.

00:11:06: Es fehlt die Fähigkeit, Menschen und Kooperation zu stärken, auch mal ausgleichend zu wirken, in Konfliktfällen vielleicht auch den eigenen Anteil einer widerkehrenden kniffligen Situation zu erkennen...

00:11:19: Dann auch vielleicht sowas wie, dass immer wieder mal zu früh oder auch zu unreflektiert Partei ergriffen wird für irgendwas oder irgendwen in einer sich anbahnenden Konfliktlage.

00:11:31: Also so in Summe einfach auch souverän zu bleiben, als Leuchtturm für das Team und die Gesamtpraxis zu wirken – auch egal wie der Wind gerade so steht!

00:11:40: Ja, solche Gedanken dürfen durchaus Raum finden und dann auch weiterführen in entsprechendes Handeln.

00:11:49: Also meine Botschaft an dieser Stelle ist: Schaut wirklich ehrlich genau hin, was los ist.

00:11:55: Ist ja erst mal nur das Innengespräch, das Gespräch mit sich selber, gegebenenfalls noch mit dem Mitinhaber, der Mitinhaberin oder auch der Vertrauensperson, mit der ihr solche Dinge bespricht.

00:12:07: Und dann auch wirklich meine Empfehlung:

00:12:11: Arrangiert euch bitte nicht mit einem auf Dauer, ich sage jetzt mal bewusst: Problem oder einer Unzulänglichkeit an der Stelle des Praxismanagements im Praxiswachstum.

00:12:22: Dessen Ursache ihr klar erkennt, nur dessen Lösungsweg ihr anzugehen womöglich scheut, weil es ja eben auch um eine verdiente, wichtige Person an eurer Seite geht, der ihr natürlich nicht auf die Füße treten wollt.

00:12:36: Nur wir haben's leider zu oft gesehen dass unzureichende Führungsfähigkeiten dann auch wirklich zum limitierenden Faktor für die Gesamtpraxis geworden sind.

00:12:48: Das ist für mich auch der Grund, warum ich dieses doch sehr sensible Thema mal in dieser Klarheit ansprechen möchte.

00:12:54: Ja, soweit die Situation.

00:12:57: Also, wo ist die Lösung?

00:12:59: Der erste Lösungsschritt ist natürlich das, was ich gerade schon skizziert habe, sich erstmal wirklich innerlich ehrlich anzuschauen,

00:13:06: wie ist die Lage in der eigenen Praxis,

00:13:09: und wir geht man es dann an.

00:13:11: Also ihr schaut euch an, wen habe ich da vor mir?

00:13:13: Guckt wirklich auch mal auf die Biografie.

00:13:16: Auf die gelungenen Entwicklungsschritte auch der letzten Jahre.

00:13:20: Was für eine Entwicklungsfähigkeit ist da und was wurde alles schon geschafft?

00:13:24: Wie ist so die Einarbeitung, auch außerhalb der Komfortzone, in fremde Felder gelungen?

00:13:29: Und ich empfehle schon auch zunächst mal davon auszugehen, dass jede Person noch bis dato unentfaltete Potenziale hat.

00:13:37: Also so sind wir Menschen – wir haben alle noch Potenziale, die man entfalten kann, die wir in uns tragen.

00:13:43: Und es gibt eben in Zahnarztpraxen manche Personen, die traditionell aus der Abrechnung heraus ins Praxismanagement hereinwachsen, und die dann manchmal durchaus die Fähigkeiten auch haben, ergänzende Führungsskills zu entwickeln, genau die, die die Praxis braucht auf ihrem Praxisweg.

00:13:59: Manche können sie entwickeln, manche können sie nicht entwickeln.

00:14:02: Also da sind wir mitten in der Kultur natürlich, auch im kulturprägenden Verhalten, das ihr selbst an der Praxisspitze zeigt.

00:14:09: Jede langjährig loyale Schlüsselperson an eurer Seite sollte also auf jeden Fall, wenn ihr ausreichende Entwicklungspotenziale seht, und natürlich, wenn sie es denn selber möchte, also jetzt beides, zunächst mal die Chance bekommen, durch Qualifizierung und systematische Weiterentwicklung auch in diese Führungsrolle, die ich hier skizziere, hereinwachsen zu können.

00:14:30: Also die, die es für die gedeihliche Weiterentwickelung der Gesamtpraxis braucht.

00:14:36: Die ehrliche Innenchau ist dran

00:14:37: und dann natürlich das Gespräch miteinander.

00:14:40: Die Gesprächsführungen, da würde ich euch direkt vorschlagen, dass ihr schon ungefähr wisst wo's hingeht. Wenn klar ist, dass ihr der Personen das Potenzial, das Entwicklungspotenzial zutraut, ist es natürlich eine andere Gesprächsführung, als wenn ihr ein Einvernehmen herstellen wollt für einen anderen Weg.

00:14:59: Ich skizziere jetzt mal grob die Inhalte, also jetzt für den Fall A): Ihr geht davon aus, dass ihr wirklich miteinander die Fähigkeiten ausbauen könnt auf der Praxismanagement-Position.

00:15:11: Dann wäre sowas sinngemäß:

00:15:12: "Liebe Linda oder liebe Frau Müller ich beobachte die Aufgaben a, b, c, d, e (die listet ihr dann auf) kriegst du super hin.

00:15:19: Gleichzeitig beobachte ich auch, dass immer wieder Situationen vorkommen, in denen du derzeit noch an deine Grenzen kommst und es gibt auch einige Bereiche, die wir weiterentwickeln sollten, damit wir jetzt als wachsende Praxis auch gut in die Zukunft kommen."

00:15:35: Also dann nennt ihr dann auch einige Beispiele.

00:15:38: "Mir ist in letzter Zeit klar geworden, dass ich neben der medizinischen Arbeit mehr Unterstützung brauche in diesen echten Führungsaufgaben." Also in dem, was ich jetzt mal zusammenfasse mit Teamführung und Kommunikationsstruktur im Alltag usw.

00:15:52: "Und ich würde das gerne stärker gemeinsam mit dir gestalten!

00:15:55: Du bist meine langen Vertrauensperson an meiner Seite.

00:15:58: Du hast eine zentrale Rolle im Team, bist akzeptiert und ich traue dir da einfach mehr Verantwortung zu und möchte gemeinsam mit Dir diesen nächsten Entwicklungsweg gehen."

00:16:09: Zu diesem Gespräch gehört dann natürlich auch noch die Frage an die betreffende Person, ob sie sich die Weiterentwicklung ihrer Position in diese Dimension überhaupt vorstellen kann.

00:16:19: Wenn da Konsens ist, Einvernehmen, dann schaut ihr gemeinsam, wohin die Reise gehen kann und gebt dem Ganzen dann einen Konzept.

00:16:26: Da könnt ihr auch, wenn es passt, direkt eine Fortbildungsidee im Ärmel haben.

00:16:31: Ihr wisst, hinter unserem Podcast steht eine Akademie für Führungskräfte, da würde sich beispielsweise unser Praxismanagement-Lehrgang anbieten, der ist hier verlinkt.

00:16:40: Aber vielleicht ist es auch nicht euer Weg, das nur so als Hinweis, als praktischer, am Rande.

00:16:46: So, wir kommen jetzt zum Gesprächstypus B also für die Situation, wo ihr das Gespräch aufnehmt und eure ehrliche Innenschau euch die Antwort gegeben hat, dass mit der aktuellen Stellenbesetzung da nicht so das Potenzial ist, das es braucht, um in die Weiterentwicklung zu kommen. Und ihr benennt das dann auch deutlich.

00:17:04: Das wäre dann sinngemäß,

00:17:05: zum Beispiel:

00:17:07: "Mir ist in letzter Zeit klar geworden, dass unsere Praxis mit dem Wachstum auch mehr strukturierte Führungsarbeit braucht.

00:17:13: Deshalb werden wir unser Führungsteam künftig erweitern, damit bestimmte Führungsaufgaben auf mehreren Schultern verteilt werden."

00:17:20: Da könnt ihr noch einige Beispiele zu bringen.

00:17:22: Und dann die Botschaft eben, "deine Rolle als Praxismanagerin bleibt dabei natürlich sehr wichtig für die Organisation und die Stabilität im Praxisalltag.

00:17:30: Ich binde dich natürlich frühzeitig in meine weiteren Gedanken ein, damit wir miteinander einen Weg finden, der sich für uns alle gut anfühlt."

00:17:38: Also dies jetzt als Gesprächskitze und ich denke, der Unterschied wird schon klar.

00:17:44: Für eine faire, partnerschaftliche Kultur braucht es genau in dieser Gesprächssituation eben die Weichenstellung.

00:17:52: Und auch in Variante B bleiben wir natürlich partnerschaftlich kooperativ und suchen den weiteren gemeinsamen Weg.

00:17:59: Ja, so könnten die Gesprächstypen aussehen und mir geht es in diesem Podcast darum, euch genau für diesen Zeitpunkt zu sensibilisieren und die Agenda auch so darzustellen, mit der ihr weiterkommt bei dieser Weichenstellung.

00:18:12: Und mir geht's auch darum, euch eine eventuelle Scheu vor diesem Gespräch zu nehmen, oder vor dieser Situation zu nehmen, die dann eben durch ein Gespräch erstmal nur eingeleitet werden kann.

00:18:22: In einigen Praxen, die dieses Stadium erfolgreich bewältigt haben, lief die Lösung auf eine weitere Person im Führungsteam hinaus.

00:18:30: Dort hat man dann die Konstellation, dass es weiterhin die administrativ fokussierte Praxismanagerin gibt, mit schwerpunktmäßig Sachaufgaben und all dem, was sich eben mit dem vorhanden, sehr guten Strukturverständnis auch verantwortlich gut erledigen lässt, und dann die zweite Person, die die Praxismanagementaufgaben übernimmt rund um Teamführung, Kommunikation alles was eben mit reflektierter Führungshaltung usw.

00:18:56: auch an der Schnittstelle zur Orga, zu Effizienzgestaltung der Praxis zu tun hat, und woraus dann eben die Klarheit und die hohe Kooperationsbereitschaft und all das entstehen, was die wachsende Praxis braucht.

00:19:10: In Praxen mit mehreren InhaberInnen ist es manchmal auch die Lösung, dass solche Aufgaben anfänglich noch untereinander verteilt werden.

00:19:19: Gleichzeitig – und da ist natürlich die Betriebswirtin in mir auch der Tongeber in dem Moment – bedeutet ja jede Stunde, die man mit Führung verbringt, auch Opportunitätskosten im Sinne von da fällt Behandlungszeit aus, mit dem entsprechenden Stundensatz.

00:19:34: Also leitendes Praxismanagement oder auch People Management, wie es dann da teilweise schon genannt wird,

00:19:39: zu etablieren, macht also durchaus auch Sinn für Praxiskonstruktionen, die mit mehreren Inhabern aufgebaut sind, wo man das aktuell noch unter sich ganz gut geregelt bekommt.

00:19:49: Ja und wenn dieser wichtige Evolutionsschritt dann gelingt, also

00:19:52: die Weiterentwicklung des Praxismanagements an die Anforderungen der Mehrbehandlerstruktur und des größeren Teams, entsteht damit auch automatisch das Fundament, auf dem dann nachfolgend erfolgreiche Teamleitungen entwickelt werden können.

00:20:08: Ihr braucht das starke Praxismanagement, um eben auch Teamleitungen nachhaltig gut entwickeln zu können.

00:20:14: Denn jede Teamleitung hat natürlich auch eine Phase, in der sie erstmal langsam in ihre Aufgaben findet.

00:20:20: In der sie auch wirklich einen guten Sparringspartner braucht, eine Person, die partnerschaftlich an ihrer Seite steht, sie in die Aufgaben reinführt, enges Feedback gibt, bei schwierigen Gesprächen nochmal begleitet usw. Also auch Teamleitungsentwicklung hat natürlich ein Entwicklungsweg von mehreren Monaten bis mehreren Jahren und ein kraftvolles Praxismanagement hat eine sehr wichtige Rolle, um genau hier auch für den gemeinsamen Erfolg zu sorgen und die gemeinsame Wirksamkeit zu bahnen.

00:20:49: Ja, damit komme ich auch zum Ende des Podcasts heute!

00:20:52: Ich denke, es ist klar geworden,

00:20:55: das Praxismanagement in der Mehrbehandlerpraxis ist mehr als Abrechnung plus X oder Routineverwaltung plus X. Strukturiertes, analytisches und auf echte Führung ausgerichtetes Praxismanagement ist eben der zur Inhaber-Wachstumsvision korrelierende Schlüssel.

00:21:17: Damit kann die wachsende Praxis auch tatsächlich ihre Konzeptvorteile auf die Straße bringen und damit funktioniert es dann auch mit Kulturentwicklung und angemessenem Renditezuwachs.

00:21:29: Ich hoffe, dass ich euch die Bedeutung dieser wirklich wichtigen Weichenstellung nahebringen konnte und gleichzeitig auch die Scheu nehmen konnte, vor dem Weg, der da

00:21:39: ansteht. Ja, und es ist ja kein Geheimnis, dass hinter diesem Podcast eine Akademie steht für die Entwicklung von Führungskräften in größeren zahnärztlichen

00:21:48: Strukturen, also fühlt euch eingeladen einfach mal unverbindlich anzuklopfen, anzurufen, euch ein Informationsgespräch zu buchen auf unserer Website,

00:21:58: wir sind gerne für euch da und unterstützen euch bei eurem weiteren Weg.

00:22:03: Vielen Dank, alles Liebe und bis bald, tschüss.

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