(037) Was bindet Angestellte Zahnärztinnen und Zahnärzte? Im Gespräch mit Markus Epping

Shownotes

Die zur Praxis passenden angestellten Zahnärztinnen und Zahnärzte langfristig zu halten, ist wichtig für Strukturstabilität, Teamklima und Praxisrendite. Gleichzeitig eine echte Herausforderung. Die zentrale Frage also lautet: Was macht eine Praxis für Behandler attraktiv?

In dieser Folge spricht Maike Klapdor mit Markus Epping – langjähriger Praxisberater und Referent unserer KlapdorKollegen Academy – über die zentralen Voraussetzungen für echte Bindung, Motivation und Leistungsfreude im zahnärztlichen Team.

Dabei geht es nicht um Arbeitgeberattraktivität als hübsches Etikett, sondern um konkrete Führungs- und Strukturarbeit im Praxisalltag: von klarer Positionierung und tragfähiger Organisation über passende Ressourcen und zukunftsfähige Kultur bis hin zu Entwicklungsmöglichkeiten.

Eine Folge mit vielen Praxisbeispielen und einer klaren Botschaft: Ernten kann, wer gut sät und pflegt.


Shownotes:

Alles zu unserer fundierten Ausbildung für die operative Praxisleitung gibt es hier: IHK-Zertifikatslehrgang Praxisleitung

Zu unserem Lehrgang für (angehende) Teamleiterinnen und Teamleiter geht es hier entlang: IHK-Zertifikatslehrgang Teamleitung

Unseren Lehrgang für das Praxismanagement in der Mehrbehandlerpraxis findest Du hier: Speziallehrgang Praxismanagement


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Transkript anzeigen

00:00:07: Herzlich willkommen bei Dental Spirits, dem Podcast für alle, die sich für gesundes Praxiswachstum interessieren.

00:00:13: Dieser Podcast bietet dir Inspiration und ganz konkrete Tipps für die komplexen Herausforderungen der wachsenden Zahnarztpraxis.

00:00:21: Mein Name ist Maike Klapdor und heute geht es um die Frage, wie ihr als Praxis, als Arbeitgeberpraxis attraktiv seid für angestellte Zahnärzte und Zahnärztinnen.

00:00:33: Das möchte ich aufschließen zusammen mit meinem lieben Kollegen Markus Epping.

00:00:37: Lieber Markus, erst mal ein fröhliches Hallo!

00:00:40: Hallo!

00:00:40: Und wir beide werden für euch einen Sechs-Punkte-Plan aufstellen – mit konkreten Maßnahmen.

00:00:47: Ja, das gesunde Praxiswachstum funktioniert natürlich nur dann wenn auch sympathische leistungsbereite, ja, entwicklungsfreudige angestellte Zahnärztinnen und Zahnärzte mit an Bord kommen.

00:00:58: Und idealerweise auch Lust haben zu bleiben, also über diese kritische Zeit von einem Jahr oder maximal zwei Jahren Zugehörigkeit, also auch darüber hinaus noch weiterhin in der Praxis zu bleiben und sich einzubringen.

00:01:11: Da gibt es eben die Praxen, die die hohe Fluktuation haben und immer wieder neu besetzen.

00:01:14: Und dann gibt's auch die mit wirklich hoher Stabilität im Zahnärzte-Team

00:01:19: Ja, wie ihr alle wisst hat ja die Mitarbeiterbindung einen riesen Wert, nicht nur für die Kultur, sondern auch für die Rendite der Zahnarztpraxis und in der heutigen Folge dreht sich also alles um die Frage, was können wir für die Attraktivität

00:01:35: tun, für das lange Verbleiben, für all das Positive was mit Stabilität und Einsatzfreude ja auch verbunden ist?

00:01:42: So jetzt habe ich schon viel geredet und jetzt will ich endlich mal Markus vorstellen.

00:01:47: Ja, Markus und Ich arbeiten seit zwei 2005,

00:01:49: Markus, 2005 war das glaube ich, ne?

00:01:51: 2005

00:01:52: Ende 2005.

00:01:53: Ja.

00:01:54: Ja, jedenfalls hast du ja inzwischen diese zwanzigjährige, gut zwanzigjährige Erfahrung auch gesammelt als Berater-Kollege, auch als – natürlich – Referent in unserer Academy und da sind wir sehr happy, dass du schon so lange mit deiner ganzen Expertise und all dem, was dich auch persönlich ausmacht, mit dabei bist.

00:02:14: Ja, hier heute dann so mal als erste Frage, bevor wir loslegen mit unserem Sechs-Punkte-Plan: Was sind so deine Erfahrungen?

00:02:22: Was sind die typischen Antworten, wenn man jetzt angestellte Zahnärzte und Zahnärztinnen wirklich selber befragt nach ihren größten Herausforderungen?

00:02:32: Ich weiß, dass ihr diese Frage ja auch in den entsprechenden Workshops durchaus mal stellt.

00:02:37: Ja, also, spannende Antworten!

00:02:40: Wenn ich jetzt mal so durchdenke, was da so kam ...

00:02:42: Das sind Themen, die, ja, zum einen das therapeutische Konzept umfassen, heißt, alles rund um die Zahnmedizin: Habe ich da

00:02:51: Sicherheit? Kann ich mich da ausleben? Hab ich nen Anker, bei dem ... wo ich auch wirklich mit meinen Fragen, die rein fachlich sind, andocken kann.

00:03:01: Aber ein weiterer Bereich ist in der Tat das Thema, wie gehe ich mit meinen Kollegen um?

00:03:06: Was sind die Themen, die ich auch mit meiner ZFA habe.

00:03:10: Wie ist da die Klarheit im Führungsschema?

00:03:14: Also... mit wem spreche ich über welche Themen, also welchen Ansprechpartner habe ich?

00:03:19: Wofür bin ich zuständig?

00:03:21: Was wird auch von mir in der Führungsrolle erwartet?

00:03:26: Also, bin ich zuständig für meinen Bereich im Behandlungszimmer?

00:03:29: Wie gehe ich damit um, wenn ich Themen höre, die außerhalb des Behandlungszimmers auftauchen?

00:03:35: Wenn ich höre, es gibt Themen im Team, wie gehe ich damit um?

00:03:39: Das ist ja ganz interessant, weil das ist ja so ein großer Radius.

00:03:43: Den macht man sich am Anfang gar nicht so klar vielleicht.

00:03:45: Da denkt man hier geht es um Zahnmedizin und dann... Ja, für welche Zahnmedizin stehen wir?

00:03:50: Kommen wir ja gleich noch zu unserem ersten Handlungsbereich.

00:03:53: Nur, es ist schon auch wahrscheinlich ein größeres Feld von Verunsicherung, auch im Menschlichen und im Organisatorischen, oder?

00:04:00: Genau – und da ist mir aufgefallen, dass gerade bei den angestellten Zahnärzten, das ging mir auch so, bis wir uns ja auch tiefer damit beschäftigt haben,

00:04:07: man setzt eigentlich vieles voraus was man an anderer Stelle gar nicht so voraussetzt.

00:04:13: Ein Beispiel mal konkret: Ich komme als junger Zahnarzt in die Praxis, bin vielleicht noch in der Assistenzzeit, bekomme im besten Fall eine erfahrene Assistenz an die Seite gestellt, die mich hier gut einführt, die mir auch viel mitgibt, was Therapiekonzept anbelangt – und irgendwann wechselt das.

00:04:32: Da wechseln dann auch die Rollen, von demjenigen, also wenn ich ein junger Zahnarzt bin, ich höre zu, ich lerne, aber irgendwann kommt dann auch so der Switch, jetzt übernehme ich immer mehr die Führung, und da so dieses Spannungsfeld ... und da auch den Ansatz zu finden... das ist sowas, wie, ja:

00:04:48: Also das sind Themen, die angestellte Zahnärzte so mit sich herumtragen.

00:04:53: Ja, genau, darauf können wir gleich noch mal eben eingehen.

00:04:55: Das passt so gut in den Bereich Orga, den wir uns so als zweiten Handlungsbereich ja ausgeguckt haben:

00:05:02: Ja, es gibt vielfältigste Aspekte und ich glaube was du gerade sagtest, vieles denkt man, auch als Praxisinhaber/-inhaberin, ist ja klar, aber ist irgendwie gar nicht so klar.

00:05:13: Also da braucht es dann schon noch mehr Unterstützung und mehr Einwirkung, damit tatsächlich miteinander etwas Gutes dabei rauskommt.

00:05:20: Genau, ja, so wie versprochen,

00:05:22: strukturiert gehen wir jetzt mal sechs Bereiche durch, und ich würde ganz gerne starten, mit dem ersten, der Positionierung.

00:05:30: Also: Wie ist eure Praxis positioniert?

00:05:34: Und das darf idealerweise sehr klar sein, für die angestellten Zahnärzte und Zahnärztinnen: Ja, was findet da am Standort statt?

00:05:42: Wo sind unsere Stärken?

00:05:45: Gibt es einen Kids-Bereich? Gibt es keinen?

00:05:46: Gibt es Spezialabteilungen?

00:05:49: Wo werde ich eingearbeitet, auch? Das

00:05:53: hatten wir auch mal häufiger, dass Menschen, die im Erwachsenenbereich tätig sein wollen, da mal

00:05:57: zunächst ihre Einarbeitung im Kinderbereich bekommen haben.

00:06:01: Also das ist natürlich dann erläuterungsbedürftig oder klar, da sind so Präferenzen:

00:06:06: Wo möchte ich als junger Zahnarzt gerne arbeiten?

00:06:08: Eher mit Erwachsenden eher mit Kindern?

00:06:10: Was soll das auf Dauer alles so werden?

00:06:12: Also die Positionierung der eigenen Praxis klar zu haben und die auch im Gespräch mit dem Bewerber, der Bewerberin deutlich zu formulieren ist auf jeden Fall von Vorteil, um zu gucken,

00:06:22: ob das so matcht.

00:06:24: Und dann, Markus, haben wir ja noch die Frage von Standorten.

00:06:27: Da hatten wir ja durchaus auch schon mal gemeinsame Überraschungen.

00:06:31: Was sind so deine Erfahrungen?

00:06:32: Jetzt gibt es ja Praxen, die an ein, zwei, drei Standorten arbeiten.

00:06:35: Ich weiß, damit hast du auch Berührungspunkte.

00:06:38: Was sind so da deine Tipps für Positionierung oder für Klarheit?

00:06:42: Gerade für angestellte Zahnärzte und Zahnärztinnen?

00:06:45: Ja, wenn ich über die mehreren Standorte nachdenke, ist es für die Zahnärzte, die da tätig sind,

00:06:51: gerade in den Standorten, die nicht Hauptstandort sind, da

00:06:55: ist es schon wichtig, dass auch die Präsenz der Inhaber regelmäßig da ist.

00:07:00: Also, wenn das nicht der Fall ist, wird es schwer.

00:07:04: Es sei denn ich habe eine starke Standortleitung etabliert, die sich über mehrere Jahre da auch entwickelt hat.

00:07:09: Ansonsten ist das so ein Thema, ja, Präsenz der Inhaber, immer auch wieder das Therapiekonzept, dass sich häufig auch im ursprünglichen Standort entwickelt, das auch in die Nebenstandorte zu übertragen und dafür zu sorgen, dass die Abläufe, die sich auch immer wieder verändern, dass die auch übernommen werden können in den Standorten.

00:07:31: Das ist ein großes Thema, weil sich ansonsten so ein eigenes System entwickelt, das dann schwierig anzudocken ist.

00:07:39: Ja, es ist ja auch öfter so, dass ... einer ist der geliebte Standort, der andere ist der weniger beliebte.

00:07:44: Das ist das, was wir ja auch an verschiedenen Stellen beobachtet haben.

00:07:47: Und da tatsächlich zu gucken als neuer Zahnarzt, neue Zahnärztin, wo bin ich denn hier?

00:07:52: In welchem Standort bin ich? Wechseln?

00:07:54: Auch immer nicht so einfach, gerade wenn neue Kollegen kommen.

00:07:58: Genau, das sollte auch gut überlegt sein, ob das der richtige Weg ist, und dann natürlich, in welcher Rolle bin ich?

00:08:03: Also dieses: Habe ich dann einige Kollegen, die ich ständig fragen kann, oder bin ich im kleineren Team und so weiter.

00:08:09: Also ja: Stichwort Positionierung.

00:08:11: Auf jeden Fall die Empfehlung an euch, das klar zu haben, wo wird die neue Person eingesetzt, mit wieviel Stunden in welcher Rolle?

00:08:17: Und was ist das Team drumherum?

00:08:19: Weil das sollte eben schon idealerweise kein Überraschungspaket sein, sondern im Vorfeld klar besprochen sein, und das wissen wir alle, wenn dann womöglich enttäuschte Erwartungshaltungen entstehen, weil man über vermeintliche Details nicht ausreichend klar geredet hat,

00:08:33: dann kommt womöglich schon das dabei raus was man gar nicht möchte, nämlich der erste Bruch im Vertrauen. Ist jetzt übrigens keine graue Theorie,

00:08:41: also ihr seht Markus nicht, ich sehe ihn und er nickt.

00:08:43: Also dass ...

00:08:45: Ja, das ist in der Tat so und einen Punkt würde ich gerne noch anbringen, also es ist auch wichtig, an allen Standorten dafür zu sorgen dass die gleiche Kultur, die gleichen Werte gelebt werden.

00:08:56: Weil wenn die Assistentinnen keinen Bock haben in den Standort zu fahren, weil da die Stimmung schlecht ist, dann passt da was nicht.

00:09:05: Genau, also die Standorte wirklich in einer einheitlichen Attraktivität zu halten und so dass alles da energetisch gut durchschwingt und man sich nicht abgehängt fühlt, wenn man irgendwo auf dem Dorf arbeiten will und lieber, oder da muss und lieber am anderen Standort wäre ...

00:09:22: Du hast eben schon einige Dinge genannt ...

00:09:24: Nee, ich sage doch noch mal irgendwas zur Positionierung.

00:09:27: Positionierung der Praxis heißt natürlich auch immer, also wie ist unser Therapiekonzept?

00:09:30: Du hattest es ja schon kurz erläutert.

00:09:32: Also: Wie wird bei uns therapiert,

00:09:34: logischerweise, was ist der Privatanteil?

00:09:37: Wie sind Preise gesetzt?

00:09:38: Wie viele Implantate machen wir auf 1.000 Patienten?

00:09:40: Gibt's ne Endo unterm Mikroskop?

00:09:42: Gibt's die nicht?

00:09:44: Haben wir vielleicht einen Standort mit sehr viel Kinderzulauf,

00:09:47: Weil wir im Wohngebiet sind? Haben wir, aus welchem Grund auch immer, einen sehr hohen Anteil von Kassenleistungen?

00:09:54: Das gibt es ja auch. Haben wir viele Menschen mit doppelten Festzuschuss?

00:09:58: Also das sind ja alles Dinge, die man idealerweise auch besprochen hat, bevor die neue Person anfängt.

00:10:04: So dass es da nicht die Überraschungstüte gibt, sondern das klar ist,

00:10:09: so läuft das eben bei uns und so ist der Standort aufgebaut oder die Praxis. Haben ja nicht alle Standorte, um Gotteswillen Und das jedenfalls erzeugt dann schon die Chance für höhere Passungen.

00:10:21: Prima, dann lass uns doch mal wechseln zur Orga.

00:10:23: Das ist so der zweite Bereich, den wir hier beleuchten wollen.

00:10:27: Markus hat es gerade schon gesagt, also das klare therapeutische Konzept ist auf jeden Fall ein Attraktivitätsfaktor.

00:10:35: Für welche Therapie stehen wir hier?

00:10:37: Ich weiß, vor Jahren haben wir mal einen Workshop gemacht, also neben vielen anderen, das war mit Zahnärzten,

00:10:42: da wollte der Chef im Ring unbedingt, dass alle verstehen, es werden keine Modellgussprothesen mehr gemacht.

00:10:47: Also für welche Therapie steht man?

00:10:49: Wie ist die eingeordnet?

00:10:51: Dann Behandlungsleitlinien...

00:10:54: Wie ist so deine Erfahrung?

00:10:55: Gibt es in den Praxen, ja in denen du auch noch intensiver betreust, gibt's da überall ausreichend detaillierte Behandlungsleitlinien?

00:11:04: Ja, in denen, die ich die betreue mittlerweile schon und meine Erfahrung ist super!

00:11:11: Ja, das ist klar. Das ist ja ein wichtiger Faktor für gelingendes gesundes Praxiswachstum, dass dann die Therapie eingegossen wird in Behandlungsleitlinien.

00:11:20: Und wir haben das natürlich auch mit entsprechenden Vorlagen und Beispielen und allem in unserem Praxisleitungslehrgang.

00:11:27: Das ist ja klar, nur dennoch wundert man sich manchmal, dass es nicht so festgelegt ist.

00:11:31: Dann gibt's wieder diese Frage: Sind denn die Kolleginnen und Kollegen, die neu dazukommen, überhaupt bereit, sich in Behandlungsleitlinien einzuschwingen?

00:11:41: Und ja, da ist es auch mal so, mal so ...

00:11:44: Du grinst schon?!

00:11:45: Da ist auch sofort eine Geschichte in deinem Kopf?

00:11:47: Ja, ist mal so, mal so.

00:11:47: Nur wenn ich weiß... ich habe ein Zahnärzte-Team, das jetzt schon über eine längere Zeit zusammenarbeitet und gemeinsam ja auch eine einheitliche Behandlungslinien in der Regel erarbeitet hat und sich auch immer wieder austauscht über das Therapiekonzept und da auch innovativ unterwegs ist,

00:12:03: wenn ich dann als neuer Zahnarzt, als neue Zahnärztin ins Team komme, fällt es mir deutlich leichter, mich in diese Linien auch einzufügen.

00:12:13: Weil ich dann auch sehe, meine anderen Kollegen und Kolleginnen, die bekommen das damit super hin.

00:12:18: Ich kann da fragen, ich weiß, wie ich mit dem Material umgehen kann, weil ich mir was abgucken kann.

00:12:24: Das sind so viele Dinge.

00:12:25: Also wenn die Basis da ist, ist es deutlich angenehmer, sich da einzuarbeiten.

00:12:31: Und dann gibt's natürlich schon auch wieder, ja, das ist der Bereich Führung, aber diese eine Geschichte will ich mal kurz erzählen.

00:12:37: Du erinnerst dich an den Fall?

00:12:38: Da gab es Behandlungsleitlinien 01-Neuupatient

00:12:40: und da stand der CMD-Kurzbefund ziemlich deutlich drauf.

00:12:43: Das war ja ein Ergebnis von einem Workshop, den wir auch gemeinsam gemacht hatten.

00:12:46: Und dann gab's halt die einen Kollegen, die dann auch gerne immer sagte, hak mal ab!

00:12:52: Aber mach' ich... So war das noch,

00:12:53: ne?!

00:12:54: Ja, das kommt vor.

00:12:55: Wie war das so?

00:12:56: Zur Assistenz hat sie gesagt, hak mal ab, aber mache ich nicht, ne – oder wie war das...?

00:12:59: Also weiß ich nicht, ob sie das andeutungsweise gemacht hat, aber sie hat da jetzt nicht viel Zeit investiert, ne.

00:13:04: Ja, hatte also irgendwie auch nicht so richtig Lust, das zu befolgen.

00:13:08: Ist natürlich nicht ideal, ne?

00:13:09: Also das hat verschiedene Kollateralschäden, wenn sowas passiert.

00:13:13: Und gut ... das nur mal eben am Rande.

00:13:15: Über Weiterentwicklung reden wir ja gleich noch...

00:13:18: Ja dazu gehört natürlich auch, wer setzt die Implantate im Haus?

00:13:21: Wer macht die Endo unterm Mikroskop?

00:13:23: Wie erfolgen die Patiententransfers?

00:13:25: Wie wird intern überwiesen?

00:13:27: Was wird nach außen überwiesen?

00:13:28: Also diese ganzen Dinge gehören zur Klarheit.

00:13:31: dann in der Orga und zum Konzept, der Dienstplan logischerweise, klar und einvernehmlich.

00:13:38: Gibt es da oft Theater Markus, nach deiner Beobachtung?

00:13:42: Wenn die Behandlungsteams gut unterwegs sind, also ich denke jetzt auch gerade schon in den Behandlungsteams, dann wird das immer weniger.

00:13:49: Es hat immer Potenzial, irgendwie auch nochmal Stress auszulösen.

00:13:53: Aber meine Erfahrung ist, gerade so in den letzten Jahren, dass das immer besser wird.

00:13:59: Also das Konfliktpotenzial nimmt da immer weiter ab.

00:14:02: Ja, auf jeden Fall auch hier an dieser Stelle, so viel Klarheit wie geht und: Wer assistiert bei wem, natürlich, ist dann auch festzulegen.

00:14:12: So dass da kein Überraschungstag kommt, dass Krankheitsvertretungen gut geregelt sind, dass das Praxismanagement weiß, wie es die Leute einordnet, zuordnet.

00:14:20: Dass auch dann ausreichende Qualifikation vorhanden ist, dass wenn neue Azubis da sind, nicht so getan wird, als wären die schon die vollwertigen Assistenzen, sondern dass man dann auch weiß als angestellter Behandler ...

00:14:33: Ja.

00:14:34: Du nickst, du wolltest da gerade was ergänzen, glaube

00:14:36: ich.

00:14:36: Nee, alles genau so, genau das meine ich auch, das ist wichtig.

00:14:40: Ja, also sonst ist da schon irgendwie auch... Wie kommt das an beim angestellten Zahnarzt, frage ich mich gerade?

00:14:45: Also du willst behandeln und willst einen straffen Tag durchziehen

00:14:48: und, ja, hast dann überraschend den Azubi anstatt der vollständigen Assistenz?

00:14:54: Also das ist ja Alltag, kommt ja vor, wenn da mal ein Krankernstand ist.

00:14:58: Ja, kommt vor und – ja, ist für den angestellten Zahnarzt nicht leicht.

00:15:01: Also dass ... und auch davon abhängig, wie viel Erfahrung hat auch der angestellte Zahnarzt, weil aus meiner Erfahrung profitieren die angestellten Zahnärzte auch sehr davon:

00:15:11: Wenn das Assistenzteam mit viel Erfahrung besetzt ist, fällt es denen deutlich leichter, dass Zahnärzte-Team durch den Tag zu führen.

00:15:20: Und wenn ich weiß, die Assistenz sagt mir, ich gehe jetzt erst in die 3 und dann in die 1, obwohl es eigentlich anders vorgesehen war, dann mache ich das, weil ich weiß, es wird runder, der Tag wird positiver gestaltet.

00:15:33: Und wenn ich da aber die Erfahrungswerte nicht habe, weil ich das Gefühl habe,

00:15:37: ich hab jetzt jemanden an der Seite, mit dem ich noch nicht so oft gearbeitet habe,

00:15:40: da ist diese Klarheit und dieses Vertrauensverhältnis und dieses Eingearbeitete nicht da und das hemmt den gesamten Tag.

00:15:50: Genau, da ist auch noch dieser eine Tipp wichtig,

00:15:52: die meisten von euch werden das auch schon kennen:

00:15:54: Also nie zwei Anfänger in einen Raum, ne?

00:15:58: Also nie den neuen Zahnarzt zusammen mit der neuen ZFA, die ja auch gerade erst angefangen hat, sondern immer ein Routinier dazu.

00:16:08: Und, ja, im Zweifel ist es so, gibt der Chef/die Chefin eben die Stammassistenz ab und das ist dann der Weg, hat auch direkt eine Kulturaussage, wenn sowas stattfindet. Das jedenfalls hat dann ganz andere Wirksamkeit im Onboarding in den ersten Wochen und Monaten, als wenn da die Neuanfänger zusammen ins Rennen geschickt werden.

00:16:29: Total!

00:16:30: Zum Thema Orga fällt mir noch ein, das ist auch so was wie, dass, wenn eine Zahnärzte-Besprechung angesetzt ist, dass ich dann auch als Zahnarzt weiß, wir starten pünktlich.

00:16:40: Wir treffen uns um 18 Uhr und ich muss nicht noch auf den einen Kollegen warten, der bis 18:30 Uhr behandelt und die anderen sitzen da.

00:16:47: Und was mir auch aufgefallen ist, ist diese Klarheit in den Orga-Abläufen: alles was vor und nach der Behandlung passiert.

00:16:54: Das heißt, wenn ich verschiedene Therapievorschläge mache, dann möchte ich sicher sein als angestellter Zahnarzt, dass die HKPs ist die KVs entsprechend erstellt werden. Dass ich mir auch sicher bin,

00:17:05: die Beratung erfolgt so, wie ich mir das vorstelle, auch wenn ich im Zweifel nicht dabei bin, oder ich bekomme die Zeit dafür, es selber zu machen. Darauf zu vertrauen, dass die Praxisorga so gesetzt ist, dass es durchfließt, dass da auch nicht viel verloren geht.

00:17:20: Das ist auch ein ganz wichtiger Punkt.

00:17:21: Also als Praxis attraktiv zu sein, heißt schon, die Orga auch im Griff zu haben, also diesen hohen Organisationsgrad, den die Mehrbehandlerpraxis ja braucht, um erfolgreich zu sein, wirklich auch bereitzustellen, zu liefern.

00:17:35: Ja.

00:17:36: Ich möchte auch als angestellter Zahnarzt nicht dreimal am Tag zur Rezi gehen und schauen, dass da Terminlücken gefüllt werden.

00:17:45: Kommt vor, wird auch gemacht, wünsche ich mir aber anders.

00:17:49: Ja. Also die Aufgabe, wer ist für die Vollauslastung der Behandlungskapazitäten zuständig?

00:17:54: Wie wird mit plötzlichen Patientenabsagen umgegangen?

00:17:58: Da darf die Aufgabenklarheit darliegen, also die darf geklärt sein. Und die ist dann natürlich nicht in der Mehrbehandlerpraxis beim angestellten Zahnarzt anzusiedeln, sondern logischerweise in der Rezeption durch festgelegte Prozesse. Also in der kleineren Praxis, die nach einer anderen Erfolgslogik arbeitet,

00:18:16: mag das alles anders gehen.

00:18:17: Nur in der größeren Praxis, die hat sofort den Effizienzverlust und auch sofort den Malus

00:18:21: dann, in ihrer Attraktivität für angestellte Zahnärzte und Zahnärztinnen.

00:18:26: Genau, ja!

00:18:27: Dann Onboardingkonzepte natürlich.

00:18:29: Wie lerne ich die einzelnen Bereiche kennen?

00:18:31: Wie sieht die anfängliche Hospitationsphase aus?

00:18:33: Gibt es die überhaupt?

00:18:35: Wann wird der Terminer geöffnet für erste Behandlungen?

00:18:38: Wurden bereits Patienten dann auch entsprechend vorbereitet, angesammelt?

00:18:42: Ist das alles antizipiert worden,

00:18:44: was da passiert, so dass auch die Vollauslastung strukturiert erreicht wird?

00:18:48: Also das ist schon ganz gut,

00:18:50: wenn die Ärzte sich darauf verlassen können, macht auf jeden Fall einen riesen Pluspunkt aus für die

00:18:55: Arbeitgeberattraktivitäts-Wahrnehmungen und damit auch, das hängt ja immer zusammen,

00:18:59: es geht nicht nur darum, attraktiv zu sein, sondern es geht um die Wechselwirkung,

00:19:03: was passiert wenn angestellten Zahnärzten Zahnärztinnen dieses geboten wird?

00:19:07: Sie reagieren ihrerseits mit Bindung und mit Loyalität und mit der Extrameile, also so ist ja die Wechselwirkung.

00:19:15: Auf jeden Fall!

00:19:16: Hast

00:19:16: du das auch so beobachtet?

00:19:17: Ja, total. Und diese langfristige Bindung an die Praxis ist ja auch so extrem wichtig.

00:19:23: Und wenn ich als angestellter Zahnarzt nicht im Hinterkopf habe, mich selbstständig zu machen, dann bin ich auch total froh, ein gewohntes Umfeld zu haben.

00:19:33: Wechselgedanken kommen erst dann, wenn Basics nicht funktionieren.

00:19:37: Ja oder auch die Kultur, reden wir gleich noch drüber.

00:19:41: So, bevor wir uns im dritten Bereich zuwenden,

00:19:43: nochmal abschließend jetzt, das ist auch noch ein wichtiger Aspekt, also die Patientenüberweisungen sind geklärt, wie läuft das.

00:19:49: Und wenn ich dann zum Chirurgen überweise, oder zur Chirurgin, auch intern, für die Implantation, dass dann auch gesichert ist, ich bekomme den Patienten für den Zahnersatz zurück.

00:19:59: Also da passiert ja auch eben sehr viel genau an dieser Schnittstelle, hab ich immer wieder gehört.

00:20:05: Du nickst?

00:20:05: Du hast das auch oft gehört?

00:20:06: Ja,

00:20:07: also die Sicherheit muss da sein, dass der Patient auch wirklich wieder bei mir landet.

00:20:12: Am Ende sind wir beim Wert

00:20:14: Vertrauen, kann man so zusammenfassen, oder? Ich möchte darauf vertrauen können, dass wir hier redlich miteinander umgehen und Absprachen auch funktionieren.

00:20:23: Ja, Vertrauen und,

00:20:24: für mich ist es auch, wie in jedem anderen Bereich, ist es Teamarbeit.

00:20:28: Also, ich möchte, dass ich im Zahnärzte-Team, genau, dass wir auch als Team gemeinsam agieren, im Sinne des Patienten.

00:20:37: Genau!

00:20:37: Das ist zukunftsfähige Kultur, unser Bereich vier, den wir gleich noch beleuchten werden,

00:20:41: jetzt gehen wir erstmal in den dritten Bereich, Ressourcen, also Ressourcenstellung.

00:20:46: Was sind überhaupt Ressourcen?

00:20:49: Das ist sowas wie Räume, Patienten, Konzept, diese ganzen Dinge.

00:20:52: Ja, ausreichend Räume

00:20:55: logischerweise!

00:20:55: Also ja, es ist eine Entscheidung,

00:20:57: also steht einen Raum zur Verfügung, der dann linear hintereinander mit Patienten belegt wird

00:21:02: oder gibt es zu zweit drei Räume, wo dann ein Springerraum organisiert ist?

00:21:07: Wie ist die dazugehörige Terminierung?

00:21:09: Oder habe ich sogar zwei Zimmer parallel zur Verfügung?

00:21:11: Logischerweise machen die nur Sinn, wenn auch zwei Assistenzen da sind.

00:21:15: Also dieses hier, rund um Raumressourcen, Assistenzressourcen ist auf jeden Fall ein Taktgeber

00:21:21: auch dann für die Frage, wie viele Patienten können so behandelt werden?

00:21:25: Gibt es immer wieder diese Wechselminuten oder springt man von einem Zimmer ins andere?

00:21:30: Es ist nicht jeder Zahnarzt, jede Zahnärztin aus sich selbst heraus dafür gemacht, wirklich auf zwei Zimmern durchgängig zu arbeiten.

00:21:39: Die Beobachtung haben wir immer wieder gemacht, Markus?

00:21:42: Ja, auf jeden Fall.

00:21:43: Also es kann durchaus auch eine klare Entscheidung sein, ein Zimmer zur Verfügung zu stellen, das entsprechend zu terminieren und – das kommt auch gar nicht so selten vor, dass das für viele Zahnärzte dann auch angenehmer ist.

00:21:56: Ja, also dann durchaus die Empfehlung, das auch im Onboarding oder auch schon dann im Gespräch, wenn

00:22:01: man weiß, man geht miteinander die Zusammenarbeit, dazu die Klarheit herzustellen,

00:22:06: wie ist denn hier die Terminierung?

00:22:08: Weil eben der Alltag schon auch anders läuft, wenn auf zwei Zimmern eng getaktet behandelt wird, oder eben auf einem hintereinander. Hat auch Auswirkungen darauf, wann finden denn Dokumentationen statt?

00:22:19: Wann werden Röntgenbilder befundet?

00:22:20: Wann werden Patienten zurückgerufen?

00:22:22: Also das ist ja dann auch immer vom Arbeitsfluss auch zu berücksichtigen, sind das dann Abendstunden, Rüstzeiten oder geht das in der normalen Behandlungszeit,

00:22:30: weil eben Zimmerwechsel-Minuten dafür auch noch eingeordnet werden können?

00:22:35: Genau!

00:22:36: Dann natürlich die Technik, also diese berühmten Zimmer, die funktionieren oder nicht funktionieren ...

00:22:42: Ja, ihr seht es nicht, Markus grinst gerade schon ganz breit ...

00:22:48: Ja, eine der größten Störungen, die so im Alltag auftauchen und was die angestellten Zahnärzte auch tierisch nervt, ne:

00:22:54: Wenn die Einheit nicht vernünftig läuft, wenn die Technik im Zimmer nicht vernünftig gewartet ist ... wenn es Gerätschaften gibt, auf die ich warten muss, weil sie in einem anderen Zimmer zum Einsatz kommen.

00:23:07: Das sind Dinge, da haben angestellte Zahnärzte sehr wenig Verständnis für.

00:23:13: Ja, und wer hier die Personen für die Praxis, die eigene begeistern möchte,

00:23:17: die einfach richtig leistungsstark engagiert, mit allem, was man sich so idealerweise wünscht, vom mitarbeitenden Zahnarzt...

00:23:24: Wenn das geliefert werden soll, ist im Gegenzug natürlich auch die Praxis dran, an der Stelle Verlässlichkeit zu bieten, an vielen anderen auch, aber hier auch. 

00:23:34: Also, ja, man hört es noch relativ oft ... hat wahrscheinlich auch damit zu tun, dass Techniker auch nicht immer einfach so bereit stehen.

00:23:41: Ja, und es ist alleine schon, also, wenn beobachtet wird, boah, sind ja alle bemüht, dass es hier möglichst schnell wieder läuft und man muss nicht ständig bemüht sein, weil man es ansonsten nicht hinkriegt, sondern das ist wirklich die Ausnahme und man ist eng dran ...

00:23:51: Das alleine ist ja auch schon eine Aussage für Kultur und macht auch was mit angestellten Zahnärzten, wie sie das so beobachten.

00:23:59: Ja, vernünftige Materialien natürlich, dann ausreichende Auslastung mit Patienten.

00:24:03: Dann die Frage ist geklärt: Ist ein Patientenstamm da, der übernommen wird, oder wissen alle Beteiligten,

00:24:09: die Auslastungen des Platzes ist noch nicht gegeben und es wird erwartet, dass über ein paar Quartale dann durch eigene Patientenbindung, durch Aufbau dann der Patientenstamm auch hergestellt wird.

00:24:21: Also so was darf im Vorfeld besprochen sein und das sollte dann logischerweise den neuen Kollegen, die neue Kollegin nicht überraschen.

00:24:28: Ja, genug zu tun zu haben ist schon auch ein Qualitätsmerkmal, glaube, ich für einen schönen Arbeitsplatz.

00:24:33: Auf jeden Fall, genau. Auch zu wissen und also ein Gefühl dafür zu haben, alles was Neupatienten angeht, hat eine saubere Verteilung, da muss ich mir keine Gedanken machen.

00:24:44: Ja, und dann auch die Relation:

00:24:45: Das haben wir in unserer Podcastreihe ja auch an einigen anderen Stellen schon mal besprochen, dass jetzt nicht der fünfte Zahnarzt eingestellt wird – obwohl der vierte und der dritte auch schon zu wenig Assistenzpersonal haben,

00:24:55: sondern dass hier wirklich in Behandler-Teams gedacht wird.

00:24:58: Und das bedeutet zu jedem neuen Zahnarzt, zu jeder neuen Zahnärztin gehören dann ein bis zwei Assistenzen, je nach Setting, und dann auch der Prophylaxeplatz, so dass dann der angestellte Zahnarzt, die angestellte Zahnärztin darauf vertrauen kann,

00:25:11: es wird schon auch noch die PZR hier stattfinden und die PA-Behandlung möglicherweise, also dass im Grunde keine therapeutische Irritation entsteht, weil irgendwie eine Lücke ist in der Kapazität im Team. Und das ist kein Wunschkonzert, das wissen wir.

00:25:24: Also dass Prophylaxekräfte in manchen Städten oder in manchen Regionen so total schwierig zu finden sind,

00:25:31: das ist uns wohl bekannt, auch wenn wir das jetzt hier so vortragen.

00:25:33: Und gleichzeitig ist schon der Zusammenhang klar und manchmal ist es dann die bessere Entscheidung, dann eben auch den neuen Zahnarzt, die neue Zahnärztin nicht einzustellen, auch wenn die Bewerbung gerade spannend ist und es gut miteinander matcht und das dann doch in die Zeit zu setzen und erstmal dann die Lücken im nicht-zahnärztlichen Team zu füllen.

00:25:51: Auf jeden Fall.

00:25:52: Und was mir gerade noch einfällt ist, das prophylaxeorientierte Therapiekonzept ist auch wichtig, also es ist wichtig, die Ressourcen sind da und die Prophylaxe wird auch ernst genommen.

00:26:03: Und, ich bin jetzt selber kein Zahnarzt,

00:26:05: aber was ich auch immer wieder sehe, ist, die Zahnärzte sind auch ... die allermeisten Zahnärzte sind unheimlich dankbar, wenn eine DH vorhanden ist und die PZRs dann auch überwiesen werden können.

00:26:17: Ach tatsächlich?!

00:26:18: Das höre ich sehr unterschiedlich, weil die PA ja manchmal schon auch honorarträchtig ist, und dann, ja, auch je nach Vergütungsmodell ist das schon so ne Geschichte, und da mag man gar nicht unbedingt abgeben ... aber du hast es mehrheitlich so gesehen?

00:26:30: Wenn es nicht ums Honorar geht, ist

00:26:32: mein Eindruck, dass in aller Regel die das super finden.

00:26:36: Manche feiern das sogar.

00:26:37: Ja, echt?

00:26:38: Interessant!

00:26:40: Ja, guck mal so, genau habe ich das noch gar nicht so mitgekriegt.

00:26:42: Ja, spannend!

00:26:44: Prima!

00:26:45: Ja, damit gehen wir in den vierten Bereich: zukunftsfähige Kultur.

00:26:49: So hab' ich den jetzt mal überschrieben... Ja, zukunftsfähige Kultur.

00:26:52: Du hattest es gerade schon mit einigen Aspekten angedeutet.

00:26:55: Das war so was wie ... Man hat das Wir-Gefühl, man agiert als Team.

00:26:58: Man steht sich menschlich gegenüber.

00:27:01: Man weiß, dass mit Redlichkeit, mit Wertschätzung, im ordentlichen Miteinander miteinander umgegangen wird.

00:27:09: Heißt jetzt für angestellte Zahnärzte auch, als Mensch gesehen zu werden ...

00:27:12: mit Potenzialen.

00:27:14: Zum Thema Weiterentwicklung kommen wir gleich noch. Heißt auch so was wie regelmäßige Einzelgespräche.

00:27:20: Die Meetings, du hast es eben schon angedeutet, die haben ja auch immer einen Kulturfaktor.

00:27:24: Fangen die pünktlich an ist das eine, das andere ist, die Menschen, die für Inhalte jetzt hauptverantwortlich sind,

00:27:30: sind die vernünftig vorbereitet?

00:27:33: Wie erfolgt die Protokollierung?

00:27:34: Wie ist die Einbettung der Maßnahmen in Umsetzungsprozesse?

00:27:39: Also, macht es einfach auch Spaß, an so einem Meeting teilzunehmen?

00:27:42: Da gibt's ja auch riesige Unterschiede.

00:27:45: Ja, genau, ist es eine Veranstaltung, bei der ich anwesend sein muss, oder weiß ich, wenn ich da hingehe erzeugen wir gemeinsam Mehrwert für unseren Praxisalltag.

00:27:54: Und ich habe die Möglichkeit, auch meine Themen da unterzubringen, ne?

00:27:59: Ja, und Meeting-Modus:

00:28:00: In unserem Lehrgängen haben wir das – ja im Praxisleitungslehrgang weiß ich es, da ist es in der zweiten Präsenz –,

00:28:05: da haben wir wirklich den Meetingmodus auch als Betriebssystem der Praxis auch ausbuchstabiert und sehr detailliert wird das da auch durchgegangen.

00:28:13: Und das bedeutet, für ein größeres Zahnärzte-Team, für ein wachsendes Zahnärzte-Team auf jeden Fall, dass es auch das Zahnärzte-Meeting gibt, in regelmäßigen Abständen, so dass sich die Zahnärzte als Team erleben, dass sie kollegialen Austausch pflegen können.

00:28:27: Du bist ja auch manchmal dabei, Markus, bei solchen Treffen in den Praxen?

00:28:31: Ja, also Zahnärzte-Meetings sind auf verschiedenen Ebenen wichtig.

00:28:35: Zum einen merke ich auch, dass auch erfahrene Zahnärzte immer wieder den Input vom Inhaber brauchen und sich wirklich detailliert zu Therapiekonzepten austauschen möchten.

00:28:48: Also es ist denen extrem wichtig, auch die Zeit da zu haben und das andere ist auch, was ich vorhin schon angedeutet habe, dieses Wir-Gefühl zu entwickeln, gemeinsam auch im Zahnärzte-Team zu schauen, was können wir hier tun,

00:29:01: damit wir, ja, unsere hochwertige Zahnmedizin weiter nach vorne bringen.

00:29:04: Das ist auch wirklich ... Ich kann das auch total bestätigen:

00:29:07: Die haben da echt den Fokus auf die Patienten und wollen, dass es gut funktioniert.

00:29:12: Und da möchten die dafür sorgen, dass da die bestmöglichen Rahmenbedingungen auch geschaffen werden.

00:29:17: Dafür treten die jeden Morgen an.

00:29:20: Das nehme ich schon wahr!

00:29:21: Ja, das rückkoppelt auf jeden Fall auch auf was du eben sagtest:

00:29:24: Also präventiv-orientiertes Therapiekonzept, also die Reparaturen-Zahnmedizin, die wir damals, in 2005, noch in vielen Praxen angetroffen haben...

00:29:34: Ja, das mag man sich heute kaum noch vorstellen.

00:29:36: Wir haben ja damals auch noch stark betriebswirtschaftlich gearbeitet, darf man kaum erzählen,

00:29:40: und dann haben wir ja auch sehr viele Potenzialanalysen noch gemacht...

00:29:42: solche Dinge ... jedenfalls – die Praxen waren auch alle noch viel kleiner – ist es schon so,

00:29:47: wir haben teilweise von zwei Jahren die Leistungsstatistiken gesehen,

00:29:50: und da war nicht eine PA-Behandlung abgerechnet, folglich auch wahrscheinlich keine durchgeführt worden.

00:29:55: Also das ist auch so,

00:29:56: Thema Redlichkeit/Kultur, wenn Chef im Ring, das haben wir auch durchaus in den letzten Jahren noch erlebt, vorgibt, so wie es die Leitlinie auch sagt:

00:30:04: ZE, vorher PA und so diese Sachen ...

00:30:06: Wir sind keine Zahnärzte, wir bekommen das nur mit...

00:30:08: und dann ist aber eine Person im Team, die gerne ausschert aus diesen Vorgaben und das ist die Inhaberperson,

00:30:14: also da wird natürlich die Luft ein bisschen dünn. Kommt hin und wieder nochmal vor, aber glücklicherweise nur noch selten.

00:30:21: Ja, ja.

00:30:21: Genau, das ist eher selten.

00:30:23: Genau, das ist also schon gut.

00:30:25: Und auch in Reparatur-Zahnheilkunde, glaube ich, finden sich die allermeisten auch nicht mehr wieder.

00:30:30: Insofern ist schon ein Attraktivitätsposten ganz klar zukunftsorientierte, präventive Zahnheilkunde mit den entsprechenden Behandlungsanteilen im vorsorgenden und konservierenden Bereich.

00:30:45: Genau.

00:30:45: Dann natürlich Team-Events, ja, Workshops, Wir-Gefühl, also dieses Wir-Gefühl, das gibt es logischerweise nicht auf Ansage.

00:30:52: Das ist eine Folge auch von, wie wird die Gemeinschaft organisiert?

00:30:55: Wie wird das Team organisiert?

00:30:57: Welche Ansprache habe ich als leitende Person in der Zahnarztpraxis?

00:31:02: Was ist mit dem Leitungsteam los, trifft das Praxismanagement den Ton?

00:31:06: Da ist auch noch mal wichtig: Die kleine Praxis funktioniert anders als die große. Und auch die Kultur ist hier nochmal gut zu überlegen.

00:31:14: Also es ist so, dass in der Mehrbehandlerpraxis, die dann mit einer Teamleitungsstruktur arbeitet, die mit Praxismanagement arbeitet, es schon vorkommt, dass das Praxismanagement schon auch eine Menge zu verantworten hat.

00:31:26: Und es gibt Zahnärzte und Zahnärztinnen, die damit nicht so richtig klar kommen, die eher die Personen sind für, "Ich will eng mit Inhaber/Inhaberin zusammenarbeiten.

00:31:34: Ich will da auch viele Präsenzzeiten haben und ich möchte da auch einen hohen gemeinsamen Takt." usw.

00:31:41: Also ist es so, das ist unsere klare Beobachtung, nicht jeder Zahnarzt, jede Zahnärztin ist für die Mehrbehandlerpraxis geeignet.

00:31:48: Also das kommt vor.

00:31:49: Und wenn man dann manchmal auch so gewisse Sätze oder Kritiken hört, wo es reibt, dann kann es auch damit zu tun haben, dass die persönliche Disposition des Arztes einfach nicht zur Erfolgslogik der größeren Praxis passt.

00:32:03: Das gibt es und da kann man sich das idealerweise auch frühzeitig eingestehen und dann die entsprechende, liebevolle Trennung dann einleiten oder es womöglich auch zu antizipieren, idealerweise.

00:32:15: Genau, so dann lass uns doch mal in den fünften Bereich einsteigen.

00:32:19: Das ist: Weiterentwicklung bieten. Also Attraktivität

00:32:24: auf jeden Fall heißt, ich kann mich als Zahnarzt, als Zahnärztin weiterentwickeln.

00:32:28: Und, fachliches Coaching: ja, hier lerne ich was, das Gefühl, hier werde ich entwickelt, hier kann ich auch spannende Sachen selber machen.

00:32:37: Wir werden ja häufiger gefragt nach diesem Chefarzt-Prinzip: Ja, ich glaube, du bist auch kein Freund davon, Markus?

00:32:42: Nee, überhaupt nicht.

00:32:43: Und wenn ich mir das auch selber vorstelle, ne?

00:32:47: Ich bin da immer eingeschränkt im Praxisalltag unterwegs.

00:32:50: Das kann doch auf Dauer keinen Spaß machen.

00:32:53: Also... Auch das Vertrauen des Praxisinhabers, der Praxisinhaber zu genießen und auch zu spüren, dass er möchte, dass ich fachlich besser werde, dass ich nach vorne gehe, ja, das ist doch das, was es ausmacht

00:33:07: so.

00:33:07: Auf jeden Fall!

00:33:08: Also Weiterentwicklungsmöglichkeiten zu bieten ist total wichtig.

00:33:11: Ja, ich weiß nicht ob es überhaupt noch irgendwo so beraten wird.

00:33:14: Vor Jahren

00:33:14: war es so, dass einige mit diesem Chefarzt-Prinzip, und alle PKVs zum Inhaber und so weiter ... Ja, wer damit gut gefahren ist, soll dabei bleiben.

00:33:25: Nur, für uns als Akademie und auch rein

00:33:27: als Organisationsberater, mit Psychologen im Team und mit allem,

00:33:30: wofür wir ja hier auch so stehen und ...

00:33:31: Völlig klar, also das lupenreine Chefarzt-Prinzip führt dazu, dass Zahnärzte, die sich entwickeln wollen, einfach sehr schnell an Grenzen kommen. Dass auch spannende Fälle nicht abgegeben werden, dass also Chef/Chefin im Ring die Tore einfach lieber selber schießt, anstatt in die coachende Aufgabe einzusteigen, das zahnärztliche Coaching auch wirklich als Chefaufgabe einzuordnen, und da kommt eine ganz andere Praxis dabei raus, als wenn wirklich auch die Patienten im guten Einvernehmen auf Augenhöhe nach einem gewissen System an alle verteilt werden.

00:34:03: Absolut!

00:34:04: Ja, dann haben wir natürlich noch diesen Bereich der fachlichen Fortbildung, Curricula.

00:34:09: Da ist ja auch wirklich immer viel los in den Praxen.

00:34:13: Auf jeden Fall. Super wichtig. Also ich sehe auch immer wieder, das ist ein wichtiger Punkt für die angestellten Zahnärzte, die Klarheit zu haben:

00:34:21: Die Praxis hat Bock darauf, mir hier Fortbildung zu ermöglichen,

00:34:24: ich kann mich hier weiterentwickeln und vor allen Dingen: ich bin im Austausch auch zum Therapiekonzept, weil ich dann im besten Fall auch, bevor ich mich für eine Fortbildung entscheide, weiß, wie ich das umsetze, im Praxisalltag, und dass es gewünscht ist vom Praxisinhaber;

00:34:40: wenn ich mich mit CMD beschäftigen möchte, zum Beispiel, auch weiß, ich kann, ich habe die Möglichkeiten das hier anzuwenden.

00:34:45: Ja, da braucht

00:34:46: es dann auch wirklich den Zusammenschluss des gesamten Zahnärzte-Teams, so dass die Fälle entsprechend gebündelt werden und auch bei der Person ankommen und dass dann auch die Spezialisierung aufgebaut wird, mit allem was dazugehört auch an administrativen organisatorischen Prozessen?

00:34:59: Ja, genau, oder ich schmeiß mich auf die ENDO und bilde mich da fort und hab am besten im Vorfeld auch schon geklärt, dass die notwendige Technik, die eventuell noch anzuschaffen, ist sprich OP-Mikroskop, dass sich der Praxisinhaber nicht davor scheut, wenn es dann entsprechend umgesetzt wird...

00:35:16: Und nachher die Patientenüberweisung kommen?

00:35:19: Das haben wir ja nur auch oft erlebt, dass dann wirklich die Fortbildung stattgefunden hat, und auch das Endo-Mikroskop.

00:35:23: war am Start, aber dann gab's Befindlichkeiten und man wollte die Patienten nicht überweisen dorthin.

00:35:30: Also das sind so Dinge, genau, die können ausgeräumt werden durch eine entsprechende Kultur und durch Klarheit in den Absprachen.

00:35:37: Ja, auch was findet in der ITN statt, wird mit Laser behandelt.

00:35:41: wird mit Lachgas behandelt?

00:35:42: Also all diese Dinge, die sind natürlich wichtig, weil das kann man in allen möglichen Studien, Gallup-Studie, egal wo, also sich weiter entwickeln zu können, das ist ein Riesenpluspunkt für Arbeitgeber.

00:35:55: Und das zu bieten und dann strukturiert zu bieten und dann wirklich auch nicht nur eine Fortbildung zu bezahlen, weil man denkt, man muss jetzt hier ne Fortbildung bezahlen, sondern das einzubetten, in eine kluge, elegante Weiterentwicklung des gesamten Praxiskonzeptes,

00:36:09: das erzeugt dann genau auch die Stabilität und Bindung auf die ja alle auch dann hinarbeiten.

00:36:15: Genau.

00:36:15: Und zu wissen, die Praxis hat Lust auf Innovation und ich kann dazu positiv was beitragen.

00:36:20: Ich bin Teil davon.

00:36:23: Genau, ja, und dann braucht es natürlich auch die regelmäßigen Feedbackprozesse.

00:36:26: Markus, wie empfiehlst du die?

00:36:28: Also regelmäßige Feedbackgespräche sind aus meiner Sicht super wichtig, weil ich auch merke, dass die angestellten Zahnärzte, die wollen auch schon wissen, wo sie stehen. Und das ist auch total unterschiedlich in den Praxen.

00:36:41: Da ist noch längst keine Einheitlichkeit da, also das geht von,

00:36:45: "Ich habe total wenig Einblick.", bis "Ich kann mal meine Honorare abrufen." bis hin zu,

00:36:51: "Ich hab hier echt eine saubere Übersicht, über das, was ich hier in der Praxis leiste." und da ist die Orientierung enorm wichtig, weil diese gefühlten Werte, "Wie ist die letzte Woche gelaufen, wie ist der letzte Monat gelaufen?",

00:37:07: das weicht aus meiner Erfahrung stark von dem ab,

00:37:09: was tatsächlich auch nachher gefiltert wird. Und die angestellten Zahnärzte benötigen da Feedback, um sich zu orientieren, um besser zu werden, um auch den Erwartungen der Praxisinhaber gerecht werden zu können, die auch formuliert werden. Und das macht halt Sinn, sich regelmäßig, monatlich mit den Zahnärzten herzusetzen und zu schauen, was ist hier passiert?

00:37:34: In welchen Behandlungsbereichen

00:37:36: hast du was gemacht?

00:37:37: Wir haben bestimmte Themen angesprochen:

00:37:40: ZE-Quote, Füllungstherapie, Anzahl der Füllungstherapien – wie hoch war dein Stundensatz?

00:37:47: Was hast du pro behandeltem Patient umgesetzt?

00:37:50: Also diese Daten sind super wichtig und die werden aus meiner Erfahrung auch sehr dankbar von den angestellten Zahnärzten angenommen, weil es Klarheit

00:37:58: gibt.

00:37:59: Ja, das kann ich also in voller Breite so teilen und da möchte ich auch noch mal einen Verstärker setzen.

00:38:03: Also wir haben ja in unserem Praxisleitungslehrgang – das machen wir da im Modul vier – wirklich die Methodik rund um, über welche Daten reden wir?

00:38:11: Wie oft reden wir? Genau, dies

00:38:12: einmal im Monat idealerweise dann, also Anfänger ein bisschen öfter,

00:38:16: welche die routiniert dabei sind, lange dabei sind, da reicht unter Umständen auch das quartärliche Gespräch, aber auf jeden Fall datenbasiert.

00:38:23: Über welche Daten redet man dann?

00:38:25: Du hast einige angedeutet, es sind genau diese und es sind vielleicht auch noch ein paar spezifische Daten, wenn man einen chirurgischen Arbeitsplatz hat oder einen Kinderarbeitsplatz hat oder wie auch immer.

00:38:34: Jedenfalls, das ist auch das, was ich immer wieder höre.

00:38:37: Auch aus den Praxen. Und wo wir sehr hinter stehen, das ist wirklich auch ein Teil der Methodik, für die wir hier, ja miteinander Markus, die haben wir alle miteinander entwickelt auch im Laufe der vielen Jahre, also hier wirklich datenbasiert ranzugehen und aus den gefühlten Werten rauszukommen.

00:38:52: Und wenn das da nicht anklagend thematisiert wird, sondern wirklich partnerschaftlich und wo dann klar ist, wie wird das, was im Zimmer passiert, zu Zahlen,

00:39:02: zu Honoraren, so dieses Gefühl zu entwickeln und den Zahnärzten dabei zu helfen, auch in die therapeutische Effizienz zu kommen...

00:39:10: Das ist so ein riesen Mehrwert und der wiederum dann auch dafür sorgt, dass sich die Leute in den Praxen sehr lange sehr wohlfühlen können, also weiterentwickelt zu werden und dann auch genau solche Daten, Kennziffern, von sich selber, aber dann auch auf Dauer mal vom ganzen Team zu erfahren,

00:39:27: das ist also genau diese zukunftsorientierte Kultur, die dann auch Bindung erzeugt.

00:39:32: Ja, auf jeden Fall bin ich voll mit dabei!

00:39:36: Gut und der letzte Punkt, den handeln wir sehr kurz ab:

00:39:39: Vielleicht fragt der ein oder andere sich schon, sagen sie nichts über Gehälter?

00:39:42: Doch, jetzt sagen sie ganz kurz was über Gehälter. Ihr wisst,

00:39:46: an verschiedenen Stellen äußern wir uns über die Vergütung angestellter Zahnärzte und Zahnärztinnen.

00:39:52: Deshalb hier kurz, und: Ja, wenn wir darüber reden, wie sind wir attraktiv in der Praxis für angestellte Zahnärzte?

00:40:00: Auf jeden Fall Gehälter, die als fair empfunden werden, also wo die Menschen wissen, wie ist das System?

00:40:06: Wie wird das hier berechnet?

00:40:08: Fair. Wettbewerbsfähig. Und wettbewerbsfähig

00:40:11: bitte in der Perspektive Euro pro Monat, Jahresgehalt in Euro – wettbewerbsfähig. Dann das Gefühl, Engagement lohnt sich.

00:40:23: Ich kann mich hier in der Praxis entwickeln.

00:40:25: All das, was wir ja eben schon so ausgeführt haben, also dass die Extrameile durchaus auch erkannt wird, belohnt wird.

00:40:32: Manchmal wird mit Bonussystemen gearbeitet, ab einer gewissen Effizienzstufe, wie auch immer, jedenfalls das ist wichtig, dass da die Vergütung kein Störgefühl erzeugt.

00:40:43: Markus, möchtest du noch irgendwas ergänzen?

00:40:45: Zum Thema Gehälter?

00:40:48: Ja, gar nicht so viel.

00:40:49: Also wenn ich als angestellter Zahnarzt weiß, das ist hier ein transparentes System und es ist faires System und ich habe die Möglichkeit auch proaktiv das zu verbessern.

00:41:01: Das ist es. Aus meiner Sicht, ja.

00:41:03: Und dazu gehört schon auch, die eigenen Stärken der Praxis natürlich zu erkennen sie auch mal zu benennen. Wenn ihr also mit jungen Kollegen, jungen Kolleginnen zu tun habt.

00:41:12: Manchmal ist es so, dass das, was ihr als Praxis bietet, also in den verschiedenen Bereichen, die wir auch gerade hier durchgegangen sind, dass das nicht so erkannt wird.

00:41:22: Das ist dieses alte Ding: Tue Gutes und rede darüber.

00:41:25: Also das darf durchaus benannt werden. Und dann als Leitende oder auch als Inhaber/Inhaberin zu lernen, wie diese Gespräche so aufgebaut werden...

00:41:34: Dass die ganzen Vorteile, die ganzen Stärken, all das, was ihr bietet, tatsächlich auch benannt wird.

00:41:39: Das ist schon eine wichtige Qualifikation und eine wichtige Weiterentwicklung, damit ihr die Bewerber auch für euch begeistern könnt, die ihr gerne haben möchtet.

00:41:50: Auf den ersten Blick kann man das alles nicht sehen und da ist es schon gut, diese verschiedenen Aspekte zu benennen.

00:41:58: Wer uns hier schon länger folgt, ihr wisst, dass hinter diesem Podcast eine spezialisierte Academy steht für Führungskräfte in Zahnarztpraxen und der ein oder andere von euch hat jetzt gerade vielleicht auch den ganzheitlichen Ansatz erkannt,

00:42:10: für den wir stehen und den wir in unseren Lehrgängen, Fortbildungen, Workshops, Markus auch in deiner Beratungstätigkeit, auf jeden Fall handlungsorientiert vermitteln.

00:42:21: Ja, Markus, und während wir jetzt hier so alles aufgefächert haben, ist mir doch so aufgefallen, dass die Beispiele, die wir geboten haben, ja am Ende auf Maßnahmen fokussieren,

00:42:31: die entweder identisch sind oder ein Spiegel sind von den Maßnahmen, die wir beide auch empfehlen, wenn es darum geht, Effizienzen zu steigern und Mehrbehandlerpraxen in angemessene Renditen zu bringen?

00:42:43: Auf jeden Fall!

00:42:44: Und das bedingt sich beziehungsweise es ist kein Widerspruch, ne, weil genau darum geht es: Voraussetzungen für ein gutes Arbeiten zu schaffen.

00:42:52: Ja, darum geht es uns eben.

00:42:53: Zukunftsfähige Teamkultur, Effizienzfokus, das ist das Zusammenspiel, von dem wir hier sehr überzeugt sind, und das am Ende auch genau dahin führt, was sich alle wünschen: zukunftsfähige Praxen, ja, Menschen fühlen sich wohl und gleichzeitig stimmen auch die Renditen.

00:43:11: Ja, lieber Markus, damit auch an dich, als Urgestein unseres gemeinsamen Wirkens, ein ganz tiefer Dank, schön dass du hier bei uns warst.

00:43:22: Vielen, vielen Dank!

00:43:23: Schön, dass ich hier sein durfte.

00:43:25: Ja, euch allen, egal in welcher Rolle und aus welcher Perspektive ihr uns zuhört, ein ganz großes Dankeschön.

00:43:32: Wir sind mit großer Freude für euch dran.

00:43:35: Alles Liebe und bis bald. Tschüss.

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