(040) Praxiswert aufbauen: Wie Organisationsgrad und Kultur den Unterschied machen (mit Alexander Schmitt)
Shownotes
In Aufbaujahren, wo viel Zeit, Geld und Schaffensenergie in kraftvolles Praxiswachstum investiert werden, liegt der Gedanke an einen Verkauf zumeist noch in weiter Ferne. Dennoch macht es Sinn, schon mal einen Schritt weiter zu denken: Zahlt all der Aufwand eigentlich auf den Wert der Praxis ein?
Dieser Frage geht Maike Klapdor zusammen mit Alexander Schmitt nach. Alexander ist Experte für Praxisgründungen und -übergaben und Inhaber des Beratungsunternehmens DIWIUM.
Gemeinsam erörtern die beiden, was die Attraktivität einer Praxis steigert, wie sich der Markt darstellt und welche Faktoren den Verkaufswert bestimmen. Dabei wird deutlich: Organisationsgrad, Positionierung, kulturbewusste Teamführung und Digitalisierung sind nicht nur im laufenden Praxisalltag entlastende und renditesteigernde Wirkfaktoren. Sie gewinnen auch als immaterielle Werttreiber zunehmend an Bedeutung.
Warum es für Mehrbehandler-Konzepte besondere strategische Aufmerksamkeit braucht, erfahrt Ihr ebenfalls in dieser Folge.
Shownotes:
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Transkript anzeigen
00:00:07: Herzlich willkommen bei Dental Spirits, dem Podcast für alle, die sich für gesundes Praxiswachstum interessieren.
00:00:13: Dieser Podcast bietet dir Inspiration und ganz konkrete Tipps für die komplexen Herausforderungen der wachsenden Zahnarztpraxis.
00:00:21: Mein Name ist Maike Klapdor und heute geht es um das Thema Firmenwert aufbauen!
00:00:27: Ja, wenn in Praxiswachstum investiert wird, Zeit und Geld, dann ist natürlich erstmal die Frage, was ist so die nächsten Jahre,
00:00:33: auch ein zwei Jahrzehnte? Nur irgendwann, die Frage kommt über kurz oder lang:
00:00:37: Was ist denn da los mit dem langen Ende?
00:00:40: Tue ich damit auch was für meinen Firmenwert, für mein Unternehmenswert?
00:00:44: Und darüber reden wir
00:00:45: heute.
00:00:46: Ja, und das macht es natürlich Sinn, sich einen Experten an die Seite zu holen für das Erörtern der zentralen Fragestellung.
00:00:54: Und, herzlich begrüße ich Alexander Schmitt,
00:00:57: Firma DIWIUM, aus Hamburg, zu unserem Podcast als Gesprächspartner.
00:01:03: Ja, spannendes Thema.
00:01:05: Vielen Dank für die Einladung!
00:01:06: Ich freue mich wie immer auf den Austausch mit dir.
00:01:09: Schön, dass du da bist.
00:01:10: Genau.
00:01:11: Ja, Firma DIWIUM, 2019 gegründet und ja... Du bist deshalb jetzt hier auch mein Gesprächspartner, weil du ja die verschiedenen Seiten kennst, also Existenzgründungsberatungen sowohl Übernahme als auch Neugründung und auch Abgabeberatung,
00:01:26: ihr habt auch eine Praxisbörse.
00:01:28: Und dann macht ihr außerdem noch diese BWL-Beratung, Neukunden, Bestandskunden und so weiter.
00:01:34: Also du bespielst das Feld aus mehreren Perspektiven und... Das ist doch wunderbar, damit wir gemeinsam hier Firmenwerte beleuchten!
00:01:44: Ja, genau!
00:01:45: Prima!
00:01:46: Ja Alex, ich habe mal gelesen, dass Immobilienbesitzer oft den Wert ihres Hauses oder ihrer Wohnung überschätzen. Und zwar meistens so um 20 bis 25 Prozent,
00:01:57: war da zu lesen.
00:01:58: Ja, erst erstmal ganz stumpfe Frage direkt an dich: Kommt das beim Firmenwert auch vor?
00:02:05: Ja, das hat man gar nicht so selten,
00:02:07: dass viele Zahnärztinnen und Zahnärzte denken, dass ihre Praxis doch deutlich mehr wert ist als es die offiziellen Bewertungsmethoden hergeben und wir dann natürlich eine sehr starke Diskrepanz haben zwischen dem Marktpreis, der zu erzielen ist, und dem was die Käufer bezahlen möchten und dem was die Abgeber gerne hätten für ihre Praxis.
00:02:32: Ja, da sind wir ja beim Thema Firmenwert auch sofort mittendrin.
00:02:36: Was ist tatsächlich Firmenwert, Unternehmenswert?
00:02:40: Wie wird der Praxiswert erstmal so ganz klassisch ermittelt?
00:02:43: Ideell weiß ich wohl, Sachwert –
00:02:45: so diese beiden Dinge werden da zusammengebaut.
00:02:48: Kannst du uns das kurz mit zwei, drei Sätzen ...
00:02:49: Also wie es heute
00:02:50: jetzt, 2026, da hat sich ja viel verändert,
00:02:53: was die klassische Herangehensweise ist?
00:02:55: Ja, natürlich.
00:02:56: Wir haben zum einen den ideellen Wert, der sich zusammensetzt aus dem Gewinn der Praxis und noch vielen weiteren Faktoren
00:03:02: mittlerweile: Barrierefreiheit, Zustand der Praxis, Ausbaufähigkeit der Praxis, Marketing-Konzept der Praxis, Online- Terminvergabe, das sind so ganz viele Punkte, die ich da jetzt aufzählen könnte, die da wirklich mit einfließen.
00:03:16: in den immateriellen Wert, auch der Markenname – der Name der Praxis – die Qualifizierung der Mitarbeiter, ganz wichtiger Punkt.
00:03:26: Angestellte Zahnärzte, die Qualifizierung dieser und vieler weiterer kleinere Faktoren, die in den immateriellen Wert mit einfließen.
00:03:34: Und dann haben wir natürlich auf der anderen Seite den klassischen, materiellen Wert der Praxis, also das, was ich eben an Einrichtungsgegenständen in der Praxis habe, ja, die klassische Ausstattung der Praxis.
00:03:48: Es ist ja interessant, wie du das gerade so aufgelistet hast.
00:03:51: Also diese vielen einzelnen Faktoren des immateriellen Wertes sind da genau die Ansatzpunkte, die wir jetzt noch mal ein bisschen ausfalten werden.
00:03:59: Wie lange ist das so?
00:04:00: Dass man schon beispielsweise darauf guckt, gibt es eine Online-Terminvergabe oder was ist los mit der Qualifizierungsstruktur?
00:04:08: Naja, das hat sich so im Laufe der Jahre herauskristallisiert, dass diese Punkte immer wichtiger sind. Und das ist einfach wichtiger geworden, weil die jungen Zahnärzte das eben halt auch haben möchten in den Praxen und das halt auch den Wert durchaus steigert.
00:04:24: Wenn ich eben schon eine Online-Terminvergabe über Doctolib,
00:04:27: Dr. Flex
00:04:28: oder andere habe, dann kann man sofort pauschal davon ausgehen, dass ich eben auch mehr Neupatientinnen in einer Praxis habe als wenn ich eben nur die klassischen Methoden habe, um Termine zu vereinbaren, und schlimmstenfalls habe ich dann eine Mitarbeiterin vorne sitzen, die völlig überlastet ist und gar nicht mehr hinterherkommt mit den Anrufen,
00:04:49: die Leitung besetzt ist und keine Termine vereinbart werden können.
00:04:54: Da hilft eben schon sehr stark auch diese Online-Terminvergabe.
00:04:57: Und das ist schon etwas was, durchaus einen Wert einer Praxis beeinflusst.
00:05:04: Das sind ja quasi dann so Orga-Strukturkomponenten, wo sich der Firmenwert auch danach richtet, wie stark es mir gelungen ist,
00:05:12: die Orga aufzubauen, den Organisationsgrad zu steigern.
00:05:15: Ist das so?
00:05:16: Ja, definitiv!
00:05:17: Also, das fließt ja alles ein bisschen ins Qualitätsmanagement mit ein und wenn das gut aufgebaut ist und gelebt und geführt wird dann habe ich da eben halt wirklich einen sehr großen Pluspunkt, was sich auch im Wert der Praxis widerspiegelt.
00:05:32: Da gehen wir gleich mal drauf ein, was das so ausmacht.
00:05:34: Was sind so die drei Top-Kennziffern, wenn man jetzt, wenn du auch beispielsweise dich mal so einer Praxis annäherst, willst den Unternehmenswert, Firmenwert einordnen?
00:05:45: Was sind so die drei Sachen, auf die du sofort guckst, um den ersten Eindruck zu gewinnen?
00:05:50: Ja, es sind natürlich die Klassiker.
00:05:52: Also das ist zum einen der Umsatz, der Gewinn, die Marge die erwirtschaftet wird. Dann schon etwas spezieller Personalkosten, Mietpreise die vorhanden sind und eben halt auch, ich sag mal,
00:06:06: der erste Blick gilt dann immer der Abschreibung, den ich auch in der BWA dann mir herauslesen, um zu sehen ob denn auch immer wieder etwas modernisiert wurde oder ob da vielleicht nur noch 5.000 Euro auf der Uhr sind.
00:06:20: Wo man schon sehr genau weiß, okay, wir haben es eben hier mit einer sehr schlecht ausgestatteten Praxis zu tun.
00:06:28: Die ersten drei Sachen jetzt Umsatz, Gewinn, Personalkosten.
00:06:31: Wenn ich mir jetzt vorstelle, so eine Uraltpraxis hat einen ordentlichen Umsatz, Durchschnittumsatz, hat einen vergleichsweise sehr großen Gewinn, hat damit ja auch ne riesige Umsatzrendite in Prozent, hat wahrscheinlich winzige Personalkosten ... Nur, diese winzig kleine Praxis, die ja in diesen Kennziffern spitzenmäßig ranken wird,
00:06:50: die wird ja dann nicht unbedingt das Beuteschema mehrheitlich sein oder?
00:06:54: Naja, also da muss man halt schauen, wo diese Praxis liegt, was man daraus machen kann, und ob sie halt ausbaufähig ist.
00:07:03: Das sind so viele Faktoren, die da noch mit reinspielen, wie gesagt, die da auch den immateriellen Wert eben noch beeinflussen.
00:07:09: Und was ist jetzt mehr wert, irgendwie, Top-Lage oder Top-Team?
00:07:13: Oder Top-Ausbaumöglichkeit? Oder?
00:07:16: Ja, Top-Lage, da kommt immer darauf an,
00:07:17: was versteht man darunter?
00:07:18: Wir haben natürlich seit Corona einen Wandel gehabt, dass der Trend von der Innenstadtpraxis weggeht hin zu den Bezirken, wo die Menschen wohnen, weil sie eben, ja, eher wohnortnah mittlerweile zum Zahnarzt gehen als arbeitsortnah.
00:07:33: Das ist schon ein Trend.
00:07:35: Da kann man sagen, dass eigentlich gutgehende, richtig gutgehende Praxen eher in der Peripherie liegen, eher in den Außenbezirken von Großstädten oder eben halt auch in den Großräumen der Großstädte anzufinden und anzutreffen sind.
00:07:52: Wir haben aber auch jetzt hier, beispielsweise in Schleswig-Holstein, da sind wir sehr stark unterwegs, in eher ländlichen Regionen, also Kleinstädte, Praxen die mit 500.000, 600.000, 700.000, 800.000 Euro Gewinn aufwarten und jetzt zur Abgabe stehen.
00:08:10: Die wirklich extrem gut geführt sind, extrem gut dastehen.
00:08:15: Wir beide haben ja auch einen Einstieg in eine BAG begleitet, hier auch im nördlichen Schleswig-Holstein, die auch sehr, sehr gut dastand, die sich auch materiell gut aufgestellt hat, im materiellen supergut dastand.
00:08:28: Also das kann man gar nicht so sagen.
00:08:30: Man kann nicht mehr pauschal sagen, in der Innenstadt ist die tollste Praxis oder in Hamburg-Winterhude oder Berlin-Zehlendorf sind die besseren Praxen als, ich sag mal, im Umfeld, Brandenburg oder Schleswig-Holstein, Niedersachsen.
00:08:45: Das kann man nicht mehr pauschal sagen.
00:08:47: Ja, das ist auch unsere Beobachtung, dass also diese Randlagen, die du gerade aufgeführt hast, genau, das da teilweise unglaublich gut laufende Praxen sich aufgebaut haben.
00:08:55: Das ist schon faszinierend und, sag mal, wenn man solche Gewinngrößen hört, wie du so gerade auch erwähnt hast, jetzt so ein immaterieller Wert.
00:09:04: Gibt es da so die Faustformel?
00:09:06: Ich habe vor, ja ist wirklich lange her, das war so ein Sachverständiger, also ewig her, also wir uns auch noch mit sowas intensiver befasst haben, bevor wir uns auf Führungskräfte-Qualifizierung spezialisiert haben,
00:09:17: der sagte mal so eine Faustformel: Gewinn mal 1,5 Frau Klapdor, damit –
00:09:21: also Gewinn dann so: das letzte Jahr dreifach, das davor zweifach,
00:09:25: das davor einfach,
00:09:26: und dann machst du da von den Sechsen machst du dann eins und davon dann also das anderthalbfache –
00:09:32: da liegt man ungefähr ganz gut.
00:09:33: Gibt es sowas, so Daumenformeln noch?
00:09:36: Ja es gibt eine vereinfachte Daumenformel, die so in Ballungszentren gilt oder auch für gutgehende Praxen gilt, dass man sagt, so ein Jahresgewinn plus den materiellen Wert, ist
00:09:46: so das, was es zu erzielen gilt als Verkaufspreis.
00:09:49: Wie gesagt, das ist so ein bisschen ... das überholt sich so ein bisschen durch meine eingangs geschilderten, weiteren immateriellen Werte,
00:09:55: die da mit einfließen.
00:09:57: und ... aber grundsätzlich kann man davon mal ausgehen, wenn eine Praxis klassisch aufgestellt ist,
00:10:03: kann man das mit einfließen lassen,
00:10:05: aber eben halt, es kommen immer weitere Faktoren hinzu, die den Praxiswert dann auch positiv beeinflussen.
00:10:12: Das ist immer das, was ich in meiner Erfahrung auch mache,
00:10:16: viele schrecken davor zurück, ihre Praxis zu verkaufen, weil sie denken, sie bekommen sie nicht mehr verkauft.
00:10:21: Und dann haben wir wirklich da Schätze auf einmal, wo wir sagen, Mensch das sind ganz tolle Praxen, die gut verkauft werden. Und die Praxen, die nicht mehr verkauft werden, da hat
00:10:30: es Gründe, warum es nicht mehr passiert und da muss man wirklich so ein bisschen differenzieren.
00:10:37: Wenn ich jetzt so, wenn wir mal kurz nochmal bei dieser Spanne bleiben, also du sagtest gerade, so ein einfacher Jahresgewinn plus dann den Sachwert.
00:10:48: Also der immaterielle Wert, in diesem Fall: ein Jahresgewinn.
00:10:50: Habe ich das richtig verstanden?
00:10:52: Heißt ja theoretisch, wenn ich, ich sage mal, abgeben möchte so, überlege, wobei, das hier jetzt gerade nicht unsere Perspektive ist, aber ich will das nur gerade mal in Relation setzen, nochmal ein Jahr weiter arbeiten, dann habe ich es im Grunde auch drin. Hat eine andere steuerliche Rahmung, aber, das ist schon interessant,
00:11:06: oder? Dieser vergleichsweise geringe Firmenwert, oder?
00:11:12: Ich weiß nicht ob er gering ist.
00:11:13: Also, klar, das höre ich auch immer mal wieder als Argument.
00:11:16: Dann arbeite ich noch zwei, drei Jahre weiter und dann habe ich eben meinen Verkaufserlös mit drin.
00:11:22: Aber viele wollen ja auch irgendwann einen Schlussstrich ziehen.
00:11:25: Wollen ja eben auch den Patientenstamm übergeben.
00:11:28: Und es ist ja nicht nur das, dass man sagt, okay ich bin jetzt sofort raus hier und genieße mein Ruhestand, sondern viele wollen eben auch wegen des Organisatorischen die Praxen abgeben, aber gerne noch weiter als Angestellte arbeiten. Das ist ja auch etwas, was da auch mit reinspielt, dann bekommen sie auch noch ein gutes Gehalt.
00:11:47: Und wo Sie halt ja auch noch zwei, drei, vier, fünf, Jahre, je nachdem wie lange sie noch möchten, arbeiten können. Was dem ja auch hinzugerechnet werden muss.
00:11:57: Wenn wir jetzt mal beim Thema Firmenwert aufbauen sehr eng bleiben, also du hast eben so ein paar Sachen aufgezählt...
00:12:03: Vielleicht können wir das nochmal spezifizieren?
00:12:04: Also erst einmal, also organisatorisch steht die Praxis gut da, so, kannst du das nochmal so aufzeigen, welche Einzelkomponenten das oft so sind, womit man schon dann auch den Kaufpreis oder den Firmenwert nochmal gut hebeln kann?
00:12:21: Oder obere Marker des Möglichkeitsraums erreichen kann?
00:12:24: Ja.
00:12:25: Ja grundsätzlich kann man wirklich sagen, gutes Qualitätsmanagement, also ein gelebtes Qualitätsmanagement, gute Organisation in einer Praxis, gute Strukturen in einer Praxis.
00:12:37: Das ist etwas, was extrem den Wert einer Praxis steigert.
00:12:41: Also, sagt mal, wir haben vielleicht eine Praxismanagerin in der Praxis, die sich um das Organisatorische kümmert, dass sofort klar ist, welche Aufgaben wie verteilt sind, dass der Zahnarzt, der Abgeber eben auch dort strukturiert am Patienten arbeitet und eben nicht sich noch um Buchhaltung kümmern muss,
00:13:01: um Wartung und Validierung von Geräten, sondern das eben dann auch im Praxismanagement liegt und dies sich da drum kümmert.
00:13:10: Das ist etwas, was wirklich auch sehr gut und sehr gerne gesehen wird, weil das ist ja das, was viele umtreibt, dass sie in der Organisation,
00:13:18: ich war jetzt gestern wieder bei meiner Zahnärztin und die sagt auch, sie kommt jetzt langsam an einen Punkt, wo ihr das alles zu viel wird.
00:13:26: Und wo wir jetzt auch drüber sprechen, dass dort eben eine Praxismanagerin etabliert wird, die ihr halt den Rücken frei hält.
00:13:34: Ja, und
00:13:35: das ist, glaube ich, etwas, was sofort eben sich auch im bare Münze beim Wert der Praxis widerspiegelt.
00:13:41: Okay Strukturen haben ein Preisschild und so, ja, Marke statt Bauchladen?
00:13:47: Also Positionierung spielt sicherlich auch ne Rolle?
00:13:49: Ja natürlich, die Positionierung spielt eine Rolle.
00:13:53: Wie viele Neupatienten habe ich?
00:13:55: Welche Patienten bediene ich?
00:13:57: Wie ist die Zuzahlermentalität in meiner Praxis, wie sind Zuzahlungen eingeführt?
00:14:04: Sind Leistungsketten abgebildet in der Praxisverwaltungssoftware?
00:14:09: Das spiegelt das ja wider, was sich eben sagte im Qualitätsmanagement, also das ist ja wirklich... sehr, sehr umfangreich.
00:14:16: Aber wenn das alles gut gelebt ist, wenn man eben auch dadurch eine sehr gute Kostenstruktur in der Praxis hat – wenn sie über den durchschnittlichen 35 Prozent einer klassischen Einzelpraxis liegt, wenn wir da vielleicht 40, 45 Prozent haben, 50 Prozent haben, dann sind es schon Punkte, die eben auch den Wert massiv nach oben steigern können.
00:14:37: Also dann ist nicht mehr der klassische Einjahres-Gewinn, sondern dann sprechen wir eben schon über 1,5 oder zweifachen Jahresgewinn, der dann auch erzielt werden kann.
00:14:49: Was für einen Einfluss hat die Zimmerzahl?
00:14:51: Also du hattest jetzt eingangs gesagt, dass auch so Ausbaufähigkeit eine Komponente wäre.
00:14:58: Ja, das ist ... Also
00:14:59: wir haben natürlich auch gut gehende kleine Boutique-Praxen, sage ich mal, mit so ein bis zwei ...
00:15:06: Wie Boutique-Hotels, das hat sich so vor einigen Jahren etabliert als Begriff, ne, und
00:15:09: jetzt Boutique-Praxen, schön...
00:15:12: Ja, und da haben wir jetzt auch beispielsweise in Hamburg eine Praxis verkauft mit zwei Behandlungszimmern, die trotzdem 320.000 Euro Gewinn erwirtschaftet hat bei einer Vier-Tage-Woche.
00:15:25: Und die ist verkäuflich ich die Praxis? Mit zwei Zimmern?
00:15:26: Ja, die ist
00:15:28: verkauft worden.
00:15:29: War aber schwieriger als die klassischen Ab-Vier-Zimmer-Praxen.
00:15:34: Also das Gros der Zahnärzte sucht heute Praxen mit mindestens vier Behandlungszimmern und dann eben möglichst noch fünf, sechs, sieben Zimmern, die sie haben möchten.
00:15:46: Da muss man aber auch oftmals sagen, dann sollte man doch über eine Neugründung nachdenken, weil das eben schwierig umzusetzen ist und schwierig zu finden ist.
00:15:56: Es steigert natürlich den Wert, wenn man eben die Räumlichkeiten hat, wenn man die Perspektive hat, dort weitere Behandler mit unterzubringen, aber es ist halt schwierig zu finden.
00:16:09: Wir sind ja das Unternehmen, das eben diese Erfolgslogik der Mehrbehandlerpraxis auch stark schult, stark beleuchtet, in Lehrgänge überträgt.
00:16:19: Es ist schon so, jede Praxis so, ich sag mal, über 25 Leute, die war mal eine kleine Praxis, oder?
00:16:26: Also aktuell noch?
00:16:27: Irgendwann lebt sich das aus.
00:16:29: Aber aktuell empfinde ich das so und beobachte ich das so.
00:16:32: Wie beobachtest Du das?
00:16:33: Ja, also klar, die die Praxen wachsen dann mit der Zeit.
00:16:39: Teilweise ziehen wir auch Praxen um.
00:16:41: Das ist auch, haben wir jetzt auch gerade hier in Rheinland-Pfalz gemacht mit einer Praxis, die eben von ihren drei Zimmern auf fünf Zimmer erweitert hat ein Praxisumzug getätigt wurde.
00:16:52: Die wachsen natürlich entsprechend.
00:16:56: Ja, das ist ja spannend so, dass diese Aspekte, die ja vor Jahren noch gar keine Rolle spielten, mittlerweile im Firmenwert richtig Niederschlag finden, also mit diesem ein- bis zweifachem Firmenwert,
00:17:05: das finde ich schon auch ganz spannend.
00:17:06: Ich würde ja so jedem Kaufinteressenten auch empfehlen, mal in die Protokolle von Team-Meetings rein zu gucken.
00:17:12: Oder, ja, die Leistungsstruktur der Zahnärzte und Prophylaxekräfte mal detailliert unter die Lupe zu nehmen.
00:17:18: Findet sowas statt, Alexander?
00:17:21: Ja, die Leistungsstatistiken werden immer häufiger angefragt, fragen wir auch schon pauschal bei unseren Gesprächen mit den Praxisabgebern an.
00:17:30: Dass wir dort eben auch mal sehen können, auf wie vielen Schultern sich der Umsatz verteilt in der Praxis, das ist schon ein wichtiger Punkt. Was man sagen muss:
00:17:38: Protokolle von Teammeetings ... ja, detaillierte Einsicht in Personalakten, das wird dann oftmals nicht gerne gewährt, weil natürlich man eben noch keine Sicherheit hat,
00:17:51: dass die Praxis gekauft wird und man sich nicht komplett blank machen möchte.
00:17:57: Ja, das ist nachvollziehbar.
00:17:58: Das ist schon so ein Punkt, wo ich sage, das ist schwierig, wird auch nicht angefragt.
00:18:03: Wie gesagt: detaillierte Einblicke in Leistungsstatistiken ja, natürlich auch Personalisten entsprechend mit Qualifikationen und Arbeitszeiten usw.
00:18:11: ja, Arbeitsverträge ja, kommen dann im Laufe des Prozesses, wenn mehr Vertrauen geschaffen wurde.
00:18:20: Aber noch tieferere Einblicke werden erst gewährt, wenn eine Übernahme erfolgt
00:18:25: ist.
00:18:27: Meine Frage zielte jetzt auch nur darauf, weil das Thema der Kultur, der Teamstabilität und der Fluktuation ...
00:18:34: So Mitarbeiterbindung ist ja auch ein extremer Wert, auch ein betriebswirtschaftlicher Wert.
00:18:39: Und da ist ja dann auch die Frage, anhand welcher Kennziffern kriegt man den so abgebildet? Guckt ihr denn nach so was wie Fluktuation?
00:18:47: Spielt das eine Rolle?
00:18:48: Ja.
00:18:48: Das spielt auf jeden Fall eine Rolle.
00:18:49: Dafür bekommen die Abgeber auch im ersten Schritt von uns eine sogenannten Personalliste, wo eben alles erfasst ist was, die Mitarbeiter angeht, also Eintrittsdatum, wie viele Stunde, welche Zusatzqualifikationen, welche Zusatzgratifikationen bezahlt werden, wie viel Urlaub gewährt wird, und da hat man natürlich schon einen Blick darauf, wann die Leute eingestellt werden und wie lange sie dann eben bleiben bzw.
00:19:16: wie lange sie schon da sind.
00:19:18: Jetzt bei Digitalisierung, da hattest du eben dieses Beispiel gesagt von Online-Terminvergabe.
00:19:24: Kannst du uns da nochmal sagen, was erhöht da jetzt den Praxiswert wirklich?
00:19:29: Und was ist vielleicht irgendwie nur so Spielerei?
00:19:31: Kann man da eine Unterscheidung treffen?
00:19:34: Spielerei ist eigentlich relativ wenig.
00:19:37: So ein Praxiswert... Ist eigentlich schon mittlerweile Standard, dass eben die Digitalisierung der Praxis, also digitales Röntgen, Vernetzung der Praxis,
00:19:46: welche Praxisverwaltungssoftware verwendet wird, ist auch ein Punkt.
00:19:51: Welche? Also welche tatsächlich verwendet wird ist ein Thema?
00:19:54: Ja, das ist definitiv ein Thema.
00:19:56: Wenn wir eine Praxisabgabe haben, die mit mit einem uralten Z1-System arbeitet, ist das extrem schwierig.
00:20:02: Ja,
00:20:03: das kann man sich vorstellen.
00:20:04: Verrätst du uns und unseren Hörern und Hörerinnen,
00:20:06: welches die Top-One...
00:20:07: nee, Top-Three sagen wir mal, die Top-Three sind – der Praxis-Softwares, die sehr gerne genommen, gesehen, bezahlt werden?
00:20:15: Ja, Standard ist natürlich Dampsoft.
00:20:18: Das ist bei vielen Übernehmern auch so, finden die toll, weil sie es halt auch kennen.
00:20:23: Ist halt nunmal die am weitesten verbreitete
00:20:25: Praxisverwaltungssoftware. Die neueren, also die die wir bei den Gründern empfehlen,
00:20:32: die sind halt meist nicht bei den Abgabepraxen vorhanden.
00:20:36: Da haben wir halt so die Klassiker mit Z1, wenn es gut läuft Z1-pro, Dampsoft wie gesagt, das hört man immer wieder und dann ist meist auch schon ... ja, Charley hört man noch mal.
00:20:48: Das wird dann oftmals auch wohlwollend gesehen. Wie gesagt, wenn wir irgendwo so ein Z1-Klassik-Programm haben,
00:20:58: dann wird es dann schon schwieriger.
00:21:00: Ja und halt diese anderen klassischen Programme, die werden halt benutzt.
00:21:04: Oftmals wird aber auch bei der Übernahme die Software umgestellt.
00:21:08: Das muss man dann auch sagen, dass das dann häufiger ...
00:21:10: Wofür entscheiden
00:21:10: sich Neugründer gerne? Für welche
00:21:12: ein, zwei, drei Softwares?
00:21:14: Ja, gerne für Dentport, das empfehlen wir auch sehr gerne,
00:21:18: da stehen wir hinter. Teemer ist auch ein sehr, sehr gutes Programm, cloudbasiert, was auch sehr gerne genommen wird.
00:21:25: Und Dampsoft wird auch immer wieder noch gerne genommen.
00:21:28: Nach wie vor? So von diesen alten ist Dampsoft immer noch dabei?
00:21:31: Genau, ja, das sind so die drei Programme, die jetzt so in unserem Bereich eben gerne genommen werden.
00:21:38: Was natürlich auch in der Digitalisierung noch den Wert einer Praxis steigert sind eben Zusatzprogramme. Bei Dampsoft Athena oder allgemein Infoscope, das sind halt solche Patienten-Aufklärungstools, die gerne genommen werden und die eben halt auch suggerieren, dass eben nicht nur die Online-Terminvergabe stattfindet, sondern eben auch der Patient seinen Anamnesebogen digital ausfüllen kann. Bestenfalls schon vor Eintritt in die Praxis.
00:22:08: Dass er da eben halt schon mal das alles digital ablegen kann und halt auch die Aufklärung digital stattfindet.
00:22:16: Auch noch ein Wert oder etwas, was diesen beeinflusst, ist die Zusammenarbeit mit einem Factoring-Unternehmen.
00:22:23: Das wird auch gerne gesehen, auch wenn die Gebühren natürlich relativ hoch sind, aber eben das auch suggeriert, dass in der Praxis ja darüber abgerechnet wird, dass die Liquidität der Praxis sehr gut ist, weil das Geld schnell da ist und dass eben halt auch mit angeboten wird dem Patienten.
00:22:43: Also es gibt tatsächlich ja dann das Preisschild für bereits gelegte Prozesse auch, oder?
00:22:48: Definitiv.
00:22:50: Ja, also Firmenwert im Grunde bezahlt auch Struktur, bereits gelegte Struktur, die man bekanntlich nicht schrankfertig kaufen kann, sondern wo sich Menschen schon zusammengefunden haben, um die Praxis in Struktur und Organisationsgrad zu bringen. Und das wird tatsächlich dann auch vergütet?
00:23:05: Ja, absolut. Und auch immer mehr.
00:23:07: Schon interessant.
00:23:10: Jetzt ist es so, dass wenn jetzt Praxen aufgebaut werden und auch, ja, Wachstumsabsichten verfolgt werden, dann gibt's ja irgendwann so eine Mehrbehandlerkonstruktion.
00:23:20: Und wenn die dann mal über ihren Firmenwert nachdenkt, dann hat das ja irgendwas mit Verkaufsüberlegungen zu tun.
00:23:27: Was für Optionen habe ich denn jetzt?
00:23:29: Wenn ich, sagen wir, so einen 30, 35-Personen-Betrieb, wenn ich den verkaufen möchte. Was sind da die Möglichkeiten aktuell am Markt?
00:23:38: Ja, da kommt es halt darauf an, wie die Inhaberstruktur aussieht.
00:23:42: Wir haben dann selten die Konstellation, dass dann alle verkaufen.
00:23:46: Ich hatte jetzt gerade neulich ein großes Konstrukt mit allerdings nur 20 Mitarbeitern und aber drei Inhabern, die gesagt haben, die unterschiedlich alt waren, die gesagt haben, sie möchten aber alle drei jetzt verkaufen, sonst wird der wert der Praxis eben deutlich geringer ausfallen. Was auch der Fall ist.
00:24:06: Und dann unterschiedlich ins Angestelltenverhältnis wechseln in der Praxis, mit unterschiedlicher Länge. Und wenn man eben sehr viele oder älteren Abgeber hat, oder man hat einen mittelalten und einen jungen.
00:24:19: Und dann wird es oftmals schwierig, weil für den alten ein Nachfolger gesucht wird. Und da sich junge Zahnärzte schwer tun, diese Rolle zu übernehmen, weil sie eben wenn sie aus einem beispielsweise zehnjährigen Angestelltenverhältnis kommen, dann eben auch selbstständig sein wollen und nicht in ein vorhandenes Konstrukt rein möchten, wo dann eben halt wieder Vorgaben sind und Strukturen sind, die sie gar nicht mehr beeinflussen können.
00:24:46: Und dafür trotzdem einen sehr hohen Kaufpreis zahlen sollen.
00:24:50: Das ist dann wirklich schwierig und dadurch sinkt auch der Wert des Anteils, der verkauft werden soll, da ist es oftmals besser, dass die zwei verbleibenden Inhaber den Anteil des Dritten abkaufen und sich einen Angestellten suchen,
00:25:08: den mit großziehen, in Anführungszeichen, der dann irgendwann auch Partner der Praxis wird.
00:25:14: Das ist oftmals die bessere Variante als einzelne Anteile zu
00:25:17: verkaufen.
00:25:27: Das ist wahrscheinlich auch für die dann noch größeren Praxen, du weißt ja, dass wir viel auch unterwegs sind bei denen, die dann wirklich auch mit Delegationsstrukturen mehrheitlich arbeiten und die eben auch in die Stärke führen.
00:25:30: Da steht schon immer wieder die Frage im Raum, wenn ich das jetzt hier so ausbaue und mache und tue über die Rüttelplatte hinaus dann die Praxis, wie es ja in unseren Podcasts auch zu hören ist, dann ausbaue auf die Größe von 35 Personen plus,
00:25:43: kriege ich die überhaupt irgendwann verkauft?
00:25:45: Und ist eine berechtigte Frage, so hör ich dich?
00:25:49: Und da ist dann die Strategie, ja,
00:25:51: wir hatten jetzt im Vorgespräch kurz über Investorenkäufe geredet,
00:25:55: das war ja vor ein paar Jahren einen riesen Hype mit unglaublichen Multiples, da haben wir beide ja die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, was da für Preise für welche Praxen gezahlt wurden und so ...
00:26:06: Das ist, ja, der Markt ist ja so gut wie tot ... das ist auch deine Beobachtung?! Genau, das heißt dieses,
00:26:12: "dann verkaufe ich halt eine Gruppe oder eine Kette...",
00:26:14: Also die Option ist ja auch nicht wirklich realistisch, auch wenn man aus den Gruppen teilweise hört, also so haben wir es gehört aus einigen, dass sie schon auch mal hier oder da mal wieder einen Kauf tätigen.
00:26:26: Aber so, dass man davon ausgehen kann, dass die dann größer aufgebaute Praxis tatsächlich auch an eine Gruppe verkauft werden kann zum attraktiven Preis, ist nach aktueller Blickrichtung eher unrealistisch?
00:26:38: Oder wie schätzt du das ein?
00:26:40: Ich
00:26:40: bekomme da auch nichts mehr von mit.
00:26:42: Wir haben auch vor einigen Jahren noch Praxen zu... ja, sehr guten Verkaufspreisen an Investorengruppen verkauft.
00:26:50: Teilweise werden sie uns wieder angeboten, weil sie eben nicht erfolgreich laufen.
00:26:56: Und da ist, in meinen Augen, der Markt da wirklich ... der hat sich von selbst bereinigt, um es mal so zu formulieren.
00:27:03: Gut, heißt ja dann, wenn ich die große Struktur aufgebaut habe oder die eben auch mehrheitlich auf Delegation beruhende Struktur, dass ich dann diesen Weg, den du gerade kurz skizziert hast gehen darf.
00:27:14: Also erstmal quasi Geschäftsanteile,
00:27:17: korrigier mich, wenn ich es falsch verstanden habe, aber ich hab es so verstanden, erst mal Geschäftsanteile bündeln von drei Händen in zwei Hände, vielleicht dann idealerweise auch nochmal dann irgendwann in eine Hand oder wie auch immer, und dann quasi die Nachfolger selber aufbauen und über einen Prozess, der mehrere Jahre umfasst, quasi dieses Vertrauen und auch dieses Hereinwachsen in die Rolle am Steuerrad der Größe und Praxis, das dann zu bahnen und vorzubereiten.
00:27:43: Ist es so richtig zusammengefasst?
00:27:45: Genau, genau!
00:27:46: Das ist richtig zusammengefasst.
00:27:47: Das ist mein Augen der bessere Weg und auch der Weg, wonach hier eben der reale Praxiswert auch gekauft werden kann.
00:27:57: Bei den anderen Konstrukten muss man sehr viele Abschläge machen, um dort jemanden zu finden – in meinen Augen und auch aus meiner Erfahrung.
00:28:04: Und dann ist das doch der bessere Weg, das Ganze zu übergeben.
00:28:10: Ja, und interessant ist,
00:28:11: und dann kommen wir so langsam auch mal zum Ende unseres Podcasts hier, dass sich ja schon die klare Erkenntnis rausstellt, egal aus welcher Blickrichtung man so guckt, also wirklich an den Strukturen der Praxis zu arbeiten und, du hast eben das Beispiel auch des Praxismanagements gebracht, das, in der Praxis, die du gerade berätst, gerade ausgebaut wird.
00:28:32: Also im Grunde: Management, Führungs-Know-how, Rollenklärung, Organisationsstruktur und egal ob es Terminierung oder alles das wo wir ja schon drüber geredet haben – das zahlt ja am Ende auf jeden Fall auch auf den Unternehmenswert ein, auf dem Firmenwirt.
00:28:48: Definitiv!
00:28:51: Gerade das Personal und auch euer Thema: Führungsebenen, Abteilungsleitungen zu schaffen.
00:28:59: Das ist etwas, was sich wirklich in bare Münze auszahlt, weil da jemand reinkommt und sagt, okay. Die hören ja auch immer viel davon, dass die die Organisation der Praxis, dass es immer schlimmer wird, die Bürokratie usw.
00:29:12: Da hört man ja immer über das Jammern, in Anführungszeichen.
00:29:16: Und wenn man da in eine Praxis kommt, wo der Abgeber sagt, ich habe so den Rücken frei, weil ich so ein tolles Team hier um mich rum habe und wir haben tolle Prophylaxeabteilung.
00:29:27: Das sind wirklich Werte, die zum einen Lust machen, dann auch beim Käufer das Interesse zu wecken und in die Praxis einzusteigen.
00:29:36: Und wo man wirklich auch sagen kann, man kann nochmal so einen Schluck mehr aus der Pulle nehmen und da auch wirklich nochmal das in bare Münze fassen und dafür dann auch einen deutlich höheren Kaufpreis nehmen, als es eben diese Standardmethode hergibt,
00:29:50: und es eine Standardpraxis dann auch hergibt.
00:29:53: Ja, ist schon cool!
00:29:54: Da kauft man ja dann auch wirklich ein echtes Unternehmen und nicht irgendwie einen gut bezahlten Arbeitsplatz von einem Inhaber.
00:30:02: Das ist ja schon auch ein Unterschied.
00:30:05: Ja, ihr Lieben, so, wir hoffen, dass wir das eine oder andere hier aufschlüsseln konnten,
00:30:09: rund um das Thema Firmenwert.
00:30:10: Und, ja Alexander Schmitt, Firma DIWIUM, steht auf jeden Fall auch mit vielfältigen Dienstleistungen zur Seite, wenn sowas mal ansteht.
00:30:20: Es ist ja dieser Schöne alte Satz, "Profis arbeiten mit Profis" und es macht schon Sinn, in dieser Phase dann auch auf Know-how zurückzugreifen.
00:30:29: Das heißt, ihr begleitet durchaus auch in teilweise anstrengenden Prozessschritten,
00:30:33: also wo es um viel Geld geht, wo man in Kaufpreisverhandlungen ist, wo man denkt, passt das zu mir, passt es nicht zu mir?
00:30:39: Also dafür steht ja auch zur Verfügung?
00:30:41: Ja, natürlich!
00:30:42: Das ist ja auch unser Schwerpunkt, dass, wir haben ja meistens die Existenzgründer und die Abgeber und müssen da natürlich irgendwo einen objektiven Kaufpreis finden und, ja, eine gute Übergabe-Modalität.
00:30:55: Oftmals sind wir dann eher so als Mediator dann auch dazwischen und versuchen dann auch zwischen den Streithähnen der Rechtsanwälte zu vermitteln und da eben halt auch gute Wege zu finden, damit das nachher eben auch ein entspanntes Miteinander wird, weil meist ja eben auch der Abgeber in der Praxis noch weiterarbeitet.
00:31:12: Genau, ja ihr Lieben.
00:31:14: Danke fürs Zugehören!
00:31:15: Ich hoffe und denke es ist klar geworden, es ist anstrengend in Organisationsstrukturen, in Führungsstrukturen und ähnliches zu investieren, Zeit und Geld.
00:31:25: Aber es lohnt sich, nicht nur weil man dann auch während der eigenen Praxisführung noch mehr Freude hat und Leichtigkeit am Ganzen, sondern eben, weil das Ganze auch nennenswert auf den Firmenwert einzahlt.
00:31:38: Lieber Alex, vielen Dank für den Austausch, danke für deine Expertise. Und, ja, euch allen gerne bis bald.
00:31:45: Tschüss!
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