(042) Wie gelingt Praxiswachstum? Dr. Marta Dilling gibt unternehmerische Einblicke
Shownotes
Mit kleinem Team gestartet, konsequent gewachsen und heute mit rund 35 Mitarbeitenden an zwei Standorten: Marta Dilling weiß, wie es sich anfühlt, ein überschaubares Erfolgssystem zu verlassen und sich völlig veränderten Spielregeln zu stellen.
Als visionäre Gestalterin hat sie in Heilbronn mit dem MVZ Dentale Praxisklinik Dr. Dilling und Kollegen erfolgreich eine hochspezialisierte Praxisstruktur aufgebaut. Im Gespräch mit Maike Klapdor erzählt sie offen von ihrem Wachstums- und Entwicklungsweg und von ihren Lernkurven. Etwa, warum ein zweiter Standort eben nicht nebenbei läuft, und wie sie es dennoch auf die Erfolgsspur bekommen hat. Und wie aus starker Kultur plus Detail-Controlling ein echter Gamechanger wird. Eindrücklich auch, zu erfahren, wie durch ein Zuviel an Zukunftsenergie das stabile Tagesgeschäft aus dem Blick geraten kann.
Eine Folge über visionären Unternehmergeist, die Balance zwischen dynamischer Entwicklung und stabiler Routine sowie die Frage, welche Faktoren eine große Praxis langfristig erfolgreich tragen.
Hinweis: Mit dieser Folge verabschiedet sich unser Podcast in die Sommerpause. Am 02.09.2026 sind wir mit einer neuen Folge wieder für Euch da.
Shownotes: Die Academy kennenlernen? Unser eintägiges Fokusseminar findest Du hier: Praxissteuerung mit Kennzahlen
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Zu unserem Lehrgang für (angehende) Teamleiterinnen und Teamleiter geht es hier entlang: IHK-Zertifikatslehrgang Teamleitung
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Transkript anzeigen
00:00:07: Herzlich willkommen bei Dental Spirits, dem Podcast für alle, die sich für gesundes Praxiswachstum interessieren.
00:00:13: Dieser Podcast bietet dir Inspiration und ganz konkrete Tipps für die komplexen Herausforderungen der wachsenden Zahnarztpraxis.
00:00:21: Mein Name ist Maike Klapdor und heute begrüße ich sehr herzlich in unserem Podcast, Dr. Marta Dilling.
00:00:27: Liebe Marta, ja, herzlichen willkommen. Vielen lieben Dank. Ich freue mich sehr, dass du mich angeladen hast, Maike.
00:00:32: Ja, ich bin wirklich auch ... ich hab mich sehr gefreut auf unser Gespräch.
00:00:35: Weil du führst ja schon als zahnärztliche Unternehmerin eine spannende Praxis in Heilbronn und wir unterhalten uns ja immer ganz gerne hier in unserem spezialisierten
00:00:42: Podcast mit Menschen, die es gewagt haben, die so richtig das unternehmerische Risiko auch eingegangen sind und insofern bin ich happy, dass du deine Erfahrungen mit uns
00:00:49: teilen magst.
00:00:56: Ja, zunächst mal so als smarter Einstieg: Deine Praxis? Wie seid ihr sie aufgestellt? Was ist da los bei MVZ Dentale Praxisklinik
00:01:05: Dr. Dilling und Kollegen in Heilbronn? Ja, also, ich habe eine rein frauengeführte, hochspezialisierte Zuweiserpraxis.
00:01:11: Die habe ich 2014 gegründet. Und dann sind wir stetig gewachsen und so hab ich 2017 in MVZ umfirmiert.
00:01:19: Da man damals noch nicht mehr als zwei Zahnärzte anstellen durfte... Und dann wurde ich also ein MVZ, das hat natürlich die unternehmerischen Weichen nochmal ganz anders
00:01:24: gestellt.
00:01:29: Und 2020, passend zu Corona, habe ich dann mit einem Kollegen zusammen eine weitere Praxis eher auf dem Land eröffnet.
00:01:39: Und 2024 habe ich die dann komplett selber übernommen und so sind wir stetig gewachsen.
00:01:43: Angefangen habe ich mit zwei Assistentinnen und jetzt sind wir knapp 35 Leute, die tagtäglich zusammenarbeiten.
00:01:49: Ja, da kommt natürlich jetzt direkt die Frage,
00:01:52: die immer sofort kommt, wenn man sich analytisch mit solchen Dingen auseinandersetzt, was ist der innere Antrieb von Marta für so eine Konstruktion?
00:02:02: Also ich habe Menschen entwickeln wollen, schon immer.
00:02:04: Ich bin in die Selbstständigkeit durch meine Eltern auch, in Anführungszeichen, gerutscht, ich bin damit aufgewachsen, mit selbstständigen Eltern und da ist es so, dass
00:02:09: das ganz normal ist,
00:02:14: dass Beruf zum Alltag dazugehört, egal ob im Urlaub oder beim Abendessen Und ich bin da tatsächlich aber auch so ein bisschen reingerutscht in die Situation, ne?
00:02:23: Man fängt so an, eine Praxis an zu eröffnen. Dann habe ich Räumlichkeiten gesucht und dann hieß es immer, ja, 250, 300 Quadratmeter für eine Überweiserpraxis ist super!
00:02:32: Alles was größer ist, ist noch viel besser ... und dann wurde es irgendwie der dritte Standort mit, 450 Quadratmetern, .der dann auch wirklich geklappt hat in der Planung.
00:02:40: Also das ging fast neun Monate lang, bis wir dann endlich irgendwas hatten.
00:02:43: Und dann dachte ich mir so, okay gut, Zuweiserpraxis .... Kinderzahnheilkunde, auf reiner Überweiser-Struktur,
00:02:51: Oralchirurgie, Implantologie, das kriegst du auch in der Größe eigentlich gut unter mit Büroräumen und allem möglichen... Das schwebte mir damals schon vor, dass ich das schon
00:02:56: sehr professionell auch aufgestellt haben will.
00:03:01: Und ja, so kam das eine zum anderen und dann wurden es halt die 450 Quadratmeter.
00:03:06: Dann habe ich tatsächlich mit einem chirurgischen Zimmer, einem OP und einem Kinderzimmer gestartet.
00:03:12: Wie viele Zimmer sind's jetzt? Also wir haben 9 chirurgische Zimmer, davon eben ein OP und drei Kinderbehandlungszimmer.
00:03:20: Und, ja, im zweiten Standort sind es drei Behandlungszimmer, wobei dort immer nur ein Arzt vor Ort ist, und dass auf dem ländlichen Bereich natürlich die Masse und der Umlauf
00:03:25: auch nochmal anders sind.
00:03:31: Ist ja schon wirklich ein sehr ungewöhnliches Praxiskonzept, oder? Stimmt!
00:03:36: Kommt aber daher – und ich glaube, ich war auch einer der Ersten, die tatsächlich dieses Praxiskonzept in der Überweiserstruktur eben etabliert haben –,
00:03:43: weil viele der Chirurgen, also es gibt ja auch viele Chirurginnen mittlerweile, aber so die wirklichen Praxisbesitzer waren ja oder sind immer noch viele Männer, und da ist
00:03:49: natürlich die Kinderzahnheilkunde oder so die Überweisungen, die man dann bekommt von den Zuweisern für eine Kindersanierung, jetzt eher so ein bisschen stiefmütterlich
00:03:56: betrachtet gewesen.
00:04:03: Und ich fand es in meiner Facharzt-Weiterbildung immer recht unbefriedigend,
00:04:06: bei Kindern immer nur Zähne ziehen oder Füllungen und irgendwie dazwischen gab's nix, und dann habe ich während dieser Weiterbildungszeit auch noch das Kindercurriculum
00:04:13: gemacht, mich in die Richtung weitergebildet und hab dann tatsächlich in meiner Praxis gedacht, okay jetzt bietest du's mit an.
00:04:20: Du kennst dich mit Narkose aus, du kennst sich mit dem ganzen Setup außen aus, kannst jetzt auch die Kinderzahnheilkunde...
00:04:26: Warum denn nicht? Und so sind wir immer gestartet. Nach einem Jahr kann dann schon die erste Kinderzahnärztin mit ins Boot, weil es einfach so einen Zulauf hatte.
00:04:35: Der war teilweise größer anfangs als im chirurgischen Bereich. Das heißt, die Zuläufe sind schon unterschiedlich für die beiden Bereiche oder?
00:04:43: Das ist richtig!
00:04:44: Ich glaube, dass ich mich so ein bisschen etabliert habe auch über die Kinderzahnheilkunde, wobei es anfangs ziemlich schwierig war, auch als Chirurgin eben
00:04:50: aufzutreten und wahrgenommen zu werden und auch als Implantologin, also hochspezialisiert.
00:04:56: Und mein Steckenpferd ist immer extrem viele Fortbildungen, Weiterbildung. Ich möchte immer so gut wie möglich sein, in allem was ich tue. Und, so kam es ...
00:05:05: Du meinst jetzt als Frau? Als Frau war es schwierig? Oder was klingt da gerade so durch? Auch das.
00:05:10: Weil natürlich die Konkurrenz jetzt nicht ohne ist und das sind alles natürlich etablierte Praxen auch schon gewesen, auch mit tollen Chirurgen und netten Kollegen.
00:05:18: Und dann kommt jetzt auf einmal eine Mädel, die macht jetzt auch hier eine oralchirurgische, implantologische Praxis, macht auch Kinderzahnheilkunde und es sind
00:05:22: natürlich aber auch viele ältere Kollegen da gewesen.
00:05:27: Man kennt das, man schickt seit Jahren schon da irgendwo hin. Und warum soll ich denn jetzt wechseln?
00:05:31: Soll die doch mal lieber die Kinderzahnheilkunde machen. Dafür haben wir hier niemanden. Und so war das tatsächlich
00:05:36: eher eine Welle, die über die Kinder kam, und dann hat's den Eltern auch sehr gut gefallen
00:05:41: und dann kam relativ zeitnah hinterher auch die Welle, weil die Zahnärzte dann auch festgestellt haben, hey, die bringen auch was
00:05:49: und ich glaube, dass auch die Kultur und die Kommunikation und das Miteinander einfach gut gematcht haben, und dann ist die Implantologie und die Oralchirurgie gefolgt.
00:05:59: Ja, jetzt sind wir da schon so mittendrin,
00:06:02: was schon immer interessiert, weil da haben wir schon auch viele Gespräche mit deinen Kollegen und Kolleginnen, die so rund um den ersten angestellten Zahnarzt, dann den
00:06:06: zweiten...
00:06:11: Und dann ist ja so die Frage, jetzt bin ich vier Jahre dabei und es läuft alles super ... Und was ist jetzt die nächste Wachstumsstufe?
00:06:18: Das ist ja dann immer so die Frage, und einerseits ist dann da der Wunsch nach größer, das schwingt immer mit.
00:06:24: Andererseits ist der Respekt auch vor diesem Konstrukt direkt da. Jetzt bist du da so sehr unerschrocken einfach rein?
00:06:32: Oder wie würdest du das so beschreiben? Ich glaube schon!
00:06:38: Also, ich habe mir da auch im Vorhinein natürlich viele Gedanken drüber gemacht. Wie kam es denn jetzt eigentlich so?
00:06:43: Weil auf einmal wacht man auf und hat irgendwie 35 Leute angestellt... und das war, wenn man jetzt zurückdenkt, vor 12 Jahren war es auch einfach noch anders.
00:06:52: Da sind diese Strukturen erst gewachsen und da hat dir jeder Berater, mit jedem, mit dem du dich unterhalten hast, gesagt oh, du musst größer werden, du musst noch mehr Leute
00:06:56: anstellen und so weiter,
00:07:00: das muss einfach alles groß werden.
00:07:02: Aber diese tatsächlichen Herausforderungen, die mit der Größe dazukommen, ab dieser bestimmten Rüttelplatte wie du so schön sagst, wurden eben nicht miterwähnt, weil ich
00:07:09: glaube, die waren auch noch nicht so präsent oder so aufgearbeitet
00:07:16: präsent. Und wenn ich jetzt zurückblicke, würde ich mir das doch nochmal überlegen: Definitiv ein zweiten Standort zu machen und so weiter ...
00:07:23: Mit der Expertise, die ich jetzt habe, kann ich das glaube ich relativ gut händeln, aber ohne die Expertise, wirklich ins Blaue reinzulaufen, zu sagen, ich mache hier einen
00:07:29: zweiten Standort oder noch ein dritten Standort und man hat kein Konzept dahinter...
00:07:36: Da kann ich mir schon vorstellen dass es ein bisschen gefährlich ist. Ja, es ist genau diese Erfolgslogik, die du gerade ausführst.
00:07:42: Dafür bin ich dir auch sehr dankbar, weil das ja schon etwas ist, was einem dann auch so im Alltag auf die Füße schon mal fallen kann.
00:07:48: Du hast gesagt du hast Wissen aufgerüstet. Kannst du das so skizzieren mal für uns? Was genau hast du an Wissen aufgerüstet?
00:07:55: Was war hilfreich? Begonnen oder reingerutscht in dieses Wissenssammeln habe ich über eine Weiterbildung "Fit for Leadership".
00:08:04: Das war wirklich damals noch zum Ende meiner Facharzt-Weiterbildung. Und wir waren, glaube ich, der erste oder zweite Jahrgang, der das gemacht hat.
00:08:11: Das waren acht Termine über ein Jahr lang, acht Wochenenden, wo man wirklich hoch dosiert alle Bereiche abgearbeitet hat, was Selbstständigkeit und Unternehmertum angeht.
00:08:20: Das war damals schon top! Und so viele Weiterbildungen damals gab es auch noch nicht auf dem Markt in diese Richtung.
00:08:26: Und das war schon so der erste Anreiz. Das letzte Wochenende ging es darum, eine Präsentation zu machen: Wie soll deine Praxis aussehen, wenn du jetzt alles bedenkst?
00:08:35: Und mit dieser Skizze im Kopf bin ich eigentlich tatsächlich auch in meine Selbstständigkeit gestartet und mit dem Know-how, was man da mitgenommen hat.
00:08:43: Dann habe ich noch eine Weiterbildung gemacht für kleine mittelständische Unternehmen an der St. Gallen Universität.
00:08:48: Hab da nochmal sehr viel mitgenommen, auch was Marketing und Zahlen angeht.
00:08:52: Und dann haben wir im Jahr 2022 mit Scale Up gestartet, weil mir tatsächlich in dem Unternehmertum, im dentalen Unternehmertum, das Handwerkszeug gefehlt hat, um wirklich
00:09:00: ins aktive Steuern zu kommen.
00:09:09: Und Scale Up, da hatte ich viel darüber gelesen und gehört – hat uns auch unheimliche Schritte nach vorne gebracht!
00:09:16: Da bin ich sehr dankbar darüber, dass wir das machen konnten diese zwei Jahre. Aber dann kamen wir auch wieder an so eine Grenze.
00:09:22: Scale Up ist ein Unternehmenskonzept was einfach auf vier Bereichen beruht, die so ähnlich sind wie jetzt euer Praxisleitungs-Lehrgang.
00:09:31: Nur es bezieht sich eben wirklich auf, ja, wirtschaftliche Unternehmen, die produzieren. Und wir sind Dienstleister. Und im Dienstleistungssektor ist natürlich Kultur und
00:09:38: Strukturen und Prozesse und solche Dinge essentiell, aber die müssen anders angegangen werden.
00:09:46: Und dann kam tatsächlich der Praxisleitungslehrgang von euch, der auch noch mal wirklich der absolute Gamechanger war, weil ich da das Handwerkszeug hatte aus dem
00:09:52: wirtschaftlichen Bereich und konnte es in die Praxis umsetzen.
00:09:58: Das hat den Kreis geschlossen und ich bin sehr glücklich, dass ich mit diesen Tools arbeiten darf und wirklich sehr viel implementiert habe jetzt mittlerweile in der
00:10:03: Praxis, was wir tagtäglich nutzen
00:10:09: Ja, das ist super. Das freut mich sehr. Wir treten ja auch an, damit es umgesetzt wird und versuchen da zu supporten und alles ...
00:10:16: Ja, danke für dein positives Feedback zum Lehrgang. Jetzt nochmal einen Schritt zurück zu diesem Scaling Up!
00:10:20: Das ist ja sowas, was die Menschen fasziniert, und skalierbar usw.
00:10:24: Und gleichzeitig ist dieses Framework schon auch sehr komplex, nicht unbedingt auf People Business ausgerichtet, so wie ich das zumindest wahrnehme.
00:10:33: Ich weiß, dass einige Praxen in der Branche damit so operieren.
00:10:38: Mein Eindruck war, dass da schon auch ein hoher Aufwand betrieben wird und man dann sehr stark selektieren darf, was tatsächlich dem Geschäftsmodell der Zahnarztpraxis in seinen
00:10:44: echten Wertschöpfungsfaktoren so entspricht.
00:10:51: Vielleicht kannst du dann noch mal zwei oder drei Sätze zu sagen?
00:10:54: Ja, genau das ist uns nach dem zweiten, dritten Coaching auch aufgefallen, dass vieles, was dort im Endeffekt als Framework angeboten wird, auf die Zahnarztpraxis nicht
00:11:02: zuschneidbar ist. Wir haben unheimlich viel rausgezogen im Rahmen von Core Values, also unsere Kultur aufzubauen.
00:11:10: Das war ein absoluter Gamechanger, den wir dann über diesen Prozess etablieren konnten.
00:11:15: Wir haben im Bereich Arbeitskarten, also Jobkarten und Rollenbeschreibungen, unheimlich aufgeholt und auch sehr viel Klarheit im Unternehmen und dem Team bekommen.
00:11:24: Wobei wir da endlich verstanden haben – wir haben Rollen im Unternehmen, die mit Menschen gefüllt werden. Und nicht, wir haben einen Menschen,
00:11:34: der eine Rolle erfüllt. Oder auf den diese Rolle zugeschnitten wird.
00:11:38: Diese klassische, typische Weiterbildung Praxismanagerin in der Zahnarztpraxis. Da schickt man jemanden auf diese Weiterbildungen und er kommt zurück und ist im Endeffekt
00:11:43: alles.
00:11:48: Also macht Bestellwesen, macht Dienstplanung, macht Controlling, macht Abrechnungen, macht gefühlt alles.
00:11:53: Das ist in einer größeren Praxis definitiv nicht der Fall.
00:11:56: Praxismanagement ist da tatsächlich häufig eher Office-Management und so haben wir eben angefangen das zu begreifen und also einzelne Rollen in der Praxis zu gestalten und dann
00:12:03: geschaut, wen aus der Praxis können wir in dieser Rolle hinein entwickeln?
00:12:11: Wer bringt Talente und Potenziale mit, das auszuschöpfen. Und ich glaube das war einer der größten Gamechanger.
00:12:18: Strategisch sind wir auch große Schritte vorangekommen, im Sinne von wirklich regelmäßigste Meetings, dass wir uns bestimmte Ziele in Monatsziele, Quartals- und
00:12:28: Jahresziele gesetzt haben, die da jetzt nicht in diese Richtung gingen, oder anfänglich in diese Richtung gingen, also wie man es eben aus dem Unternehmerischen kennt:
00:12:38: Wir müssen so und so viele Implantate im Jahr machen, wir wollen so und so viele Weisheitszähne rausmachen.
00:12:42: Das geht natürlich nicht, ja,
00:12:43: also das funktioniert im zahnmedizinischen Bereich nicht, aber andere Ziele sich zu setzen, die strategischer Natur sind, und wie kriegen wir das Team dazu,
00:12:53: da mit zu ziehen? Und da haben wir im Endeffekt angefangen, über Challenges zu arbeiten.
00:12:58: Wir haben zum Beispiel "Casino Dental", eine Challenge über ein Quartal gemacht, wo wir dann bestimmte Dinge hervorgerufen haben, und das Team hat dann im Endeffekt eine
00:13:06: Belohnung in die Teamkasse bekommen, und somit hatten wir die Motivation im Team auch da, Dinge zu bewegen und unseren strategischen Zielen noch
00:13:15: näherzukommen. Ja. Ja, das ist interessant, die Stichworte, die du gibst, weil es ist genau diese Rollen-Klarheit.
00:13:21: Also wen braucht es in der großen Praxis und also oberhalb der Rüttelplatte, und auch um überhaupt glücklich darüber hinauszukommen.
00:13:29: Und natürlich, welche Aufgaben sind konkret abzudecken? Und auch Meeting-Modus: Wer trifft sich wann mit wem?
00:13:35: Und spricht worüber? All diese Dinge jetzt, ist bei uns im zweiten Modul ja drin im Praxisleitungslehrgang.
00:13:40: Das ist schon auch unsere Beobachtung, dass damit einigen basalen Strukturierungen, die aber wirklich konsequent weiter gedacht werden,
00:13:47: und wo genau das, was du sagst, da möchte ich nochmal den Verstärker setzen, wo nicht etwas zugeschnitten wird auf die Person...
00:13:54: Das braucht man natürlich in gewisser Weise auch immer. Aber wo es wirklich darum geht, notwendige Aufgaben auch mit Verantwortlichkeiten zu belegen und sicher zu sein, dass
00:13:58: sie durchgeführt werden.
00:14:03: Richtig? Das ist korrekt!
00:14:05: Und das kann ich sogar noch mit einer Sache bestärken: Aus diesen Rollenbeschreibungen heraus ergeben sich ja Dinge die, wie soll ich sagen,
00:14:14: der Christian im Podcast hat das so schön gesagt:
00:14:17: Wir arbeiten gerade alle an Karriere-Systemen, die mit Gehalt verbunden sind und genau diese Rollenbeschreibungen, die sich daraus ergeben, die kann man genau damit befüllen.
00:14:27: Kann sagen, hey wenn du ZFA Stufe Einsteiger bist, dann hast du den Stundenlohn, aber wir erwarten von dir das und das und das, dass du das kannst.
00:14:36: Was brauchst du aber auch, um das erfüllen zu können? Und in diese Rollenbeschreibung kommt dann ganz viel Klarheit für die Mitarbeitenden.
00:14:43: Ich bin kein Fan davon, KPIs in diese Rollen hineinzugeben.
00:14:49: Ich glaube, dass KPIs im Unternehmen schon eher auf strategischer Ebene zu betrachten sind oder auf Team-Ebene.
00:14:56: Wie schaffen wir es, unser Rezeptionsteam zu motivieren, dass wir eine relativ geringe Now-Show-Rate haben und so weiter.
00:15:02: Das ist aber nichts, was man auf eine Person runterbringt.
00:15:04: Und ich halte persönlich jetzt nicht viel davon, das irgendwie zu incentivieren, dass man das pro Person irgendwie macht oder einen Bonus auszahlt, wenn eine Person irgendwas
00:15:08: erreicht, sondern das sind
00:15:13: Teamleistungen, aber ich glaube das ist auch so ein kultureller Bestandteil im Unternehmen. Ja,
00:15:17: genau, und wir wissen dass das ja teilweise anders gemacht wird und da haben wir alle dann direkt auch ein Beispiel im Kopf.
00:15:23: Aber ich bin absolut deiner Meinung, das ist auch unsere gesamte Erfahrung. alles was nur nach Wettbewerbsenergie riecht, ist Gift für die Teamkultur.
00:15:32: Und am Ende geht's ja auch darum, miteinander das Mannschaftsgefühl zu stärken, das Wir-Gefühl zu stärken und auch zusammen dann eben, jeder in seinem, auch die
00:15:38: tatsächlichen Praxis-KPI, die entscheidenden Ziele zu erreichen, da bin ich absolut deiner Meinung.
00:15:45: Genau, ja, kann man jede Menge Detailarbeit noch drauflegen.
00:15:48: Jetzt interessiert uns natürlich hier, im Podcast für gesundes Praxiswachstum, auch die Person Marta nochmal so ein bisschen tiefer.
00:15:56: Du hast jetzt gerade schon beschrieben, warum du auch die Selbstständigkeit ... warum das irgendwie auch keine Alternative war, das anders zu tun, dann in die Größe auch so
00:16:00: reingekommen bist ...
00:16:05: Wir unterscheiden ja immer ganz gerne die zwei Kategorien, also Menschen, die sehr planvoll, sehr bewusst in diese Größe, wo die Erfolgslogik eine komplett andere ist,
00:16:11: eintreten und dann im Vergleich zu denen, die wirklich reinrutschen und immer größer werden und irgendwann feststellen, huch da läuft doch einiges anders als ich erwartet
00:16:17: hatte.
00:16:23: Jetzt, ganz kurze Antwort: Bist du eher Typ 1 oder eher 2? Eher 2. Ich bin die visionäre
00:16:29: Gestalterin, der unterwegs was auffällt. Wunderbar!
00:16:34: Also auch jetzt für alle, die uns so zuhören... Das ist das, was wir auch in einem anderen Podcast schon so hatten.
00:16:40: Ich glaube, Jochen Rosbach war das und Mischa Omid Steude auch ein bisschen. Also genau, visionär getrieben und damit passieren einem dann Dinge,
00:16:47: die anderen, die so planvoll, ne, vielleicht macht man es dann sonst auch gar nicht mehr, keine Ahnung.
00:16:51: Jedenfalls so ein bisschen visionärer Wahnsinn, wenn das jetzt nicht zu viel gesagt ist, das gehört schon so ein bisschen dazu, oder?
00:16:57: Total! Also, ja und ich bin der Meinung, Fehler darf jeder und soll auch jeder machen.
00:17:01: Und Fehler sind nur Lerngeschenke, aus denen man einfach Großes wieder machen kann.
00:17:07: Vielleicht kennst du auch von John Strelecky diese Lebenskurve, die in so einem Sinus nach oben läuft:
00:17:11: Also in jedem Tal, in dem man sich befindet, katapultiert man, wenn man das Lerngeschenk mitnimmt, sich einfach wieder auf ein neues Level, wo man dann einfach wieder neue
00:17:18: Erfahrungen sammeln kann und gestärkt aus der Sache rausgeht. Ich blicke immer voran.
00:17:25: Ich nehme auch wirklich die meiste Schuld, wenn irgendwas nicht im Unternehmen läuft. das ist immer die Geschäftsleitung bzw. meine Schuld,
00:17:31: ja. Entweder habe ich nicht klar genug kommuniziert, wir haben nicht klare Strukturen gesetzt.
00:17:35: Und das ist vollkommen klar, dass das immer an uns liegt, aber die Gründe dafür zu finden, warum das so ist, das ist das was mich so antreibt und das dann besser zu machen
00:17:41: und daraus eine Struktur zu entwickeln.
00:17:47: Also uns ist jetzt ganz klar geworden, auch in den letzten Monaten, jeder Change-Prozess bringt strategische und prozessbedingte Änderungen mit sich, die aber alle kulturell
00:17:53: wieder aufgefangen werden müssen.
00:18:00: Und da spielt Kommunikation so eine wichtige Rolle, Klarheit so eine wichtiger Rolle, die Leute mitzunehmen und zu integrieren, in die Dinge, die man eben neu macht. Neue
00:18:05: Stellen schafft zum Beispiel. Das ist das A & O.
00:18:11: Also ... und da brenne ich dafür, da könnte ich Stunden verbringen mit Hirnen und Ausarbeiten und so weiter.
00:18:18: Also schon auch Bock auf Konzepte und Bock auf Schnittstellen und Wechselwirkungen antizipieren und schauen, wo sind die Muster, so was, oder?
00:18:26: Total, aber ich bin auch der absolut strukturierte Mensch. Also ich brauche... Ich bin total im Flow, wenn mein Tag läuft.
00:18:32: Also wir machen morgens immer so ein Morning-Huddle, wo wir mit meinen Mädels einfach durchgehen, was kommt heute?
00:18:38: Und wenn der Tag dann rundläuft, das ist für alle super! Und es ist auch ein Teil, das ist einer unserer Kernwerte dass wir einfach glatte Prozesse und glatte Strukturen
00:18:41: haben.
00:18:45: Dann geht's uns allen gut. Wir brauchen das. So ein wirklich, in Anführungszeichen, einen Anfang und ein Ende zu haben.
00:18:52: Das ist auch der Grund, warum ich die Chirurgie so liebe. Ich starte eine OP und irgendwann ist sie fertig. Und dann ist sie auch durch, wenn die letzte Naht gesetzt
00:18:55: ist.
00:18:59: Ja, wer gerade aufmerksam zugehört hat, genau: Dieses Morning Briefing, auf jeden Fall ein wichtiger Tipp, also dieses morgens... wie hast du das gerade genannt?
00:19:06: Was war euer Begriff? Morning Huddle, Morning Huddle, genau. Also mal zusammenfinden ... Jetzt eine Kollegin von uns hat's Morgenandacht genannt.
00:19:12: Also da kann jeder so die Konnotation reinbringen, die lieb gewonnen ist. Jedenfalls wirklich, zusammenzustehen und auch einmal sich zu spüren, sich als Team zu erleben.
00:19:21: Also genau das ist so ein Zwischending zwischen Führung, Kultur, Strukturen. Super wichtig, diese...
00:19:27: Wie lange dauert es bei euch? Zehn Minuten? Ja fünf bis zehn Minuten. Wir haben es sehr strukturiert auch vorbereitet.
00:19:32: Also eins glaube ich der größten, der besten Faktoren, die wir je gemacht haben, ist wirklich, sehr, sehr, sehr frühzeitig,
00:19:39: 2015 schon, alles zu digitalisieren. Also wir sind so gut wie papierfrei seit 2015.
00:19:45: Und dementsprechend ist bei uns alles so hinterlegt, dass jeder zu jedem Zeitpunkt nachgucken kann, was steht heute an und dann ist es eigentlich morgens nur noch mal eine
00:19:49: Zusammenfassung.
00:19:53: So: Geht's jedem gut. Können wir gut starten? Wer macht welche OP mit? Wer geht wann in Pause? Gibt es irgendwelche Dinge, worauf er noch achten müssen?
00:20:01: Und dann nach Behandler-Teams wahrscheinlich, ne? Also, dass jeder ... Korrekt, korrekt! Das ist jetzt nach Behandler-Teams.
00:20:06: Das ist auch ein ganz wichtiger Punkt... Anfänglich hatten wir wechselnde Assistenzen in den Teams.
00:20:11: Die therapeutische Effizienz allerdings, während der Behandlung, dass die Assistenzen auf den Arzt eingespielt sind und der Arzt auf die Assistenzen eingespielt ist – das ist
00:20:18: ein absoluter Gamechanger auch!
00:20:25: Dann laufen die Tage rund und die Teams verstehen sich und haben da einen ganz anderen Drive im Laufe des Tages und im Laufe der Woche miteinander.
00:20:33: Ja, gleichzeitig, das hatten wir jetzt letztes Wochenende und ich bin noch ganz voll von den Eindrücken jetzt: Wir machen ja auch geschlossene Praxisleitungslehrgänge für
00:20:37: größere Einheiten.
00:20:41: Und da war es schon so, dass wir genau diese Diskussion hatten. Die Effizienz auf jeden Fall, die steigt enorm, wie du das beschreibst, bei festen Behandler-Teams.
00:20:49: Gleichzeitig besteht da die Gefahr von Subkulturen.
00:20:52: Dass dann auch welche ihr eigenes Süppchen kochen und sich da in eine eigene Welt begeben.
00:21:00: Zwei Sachen sind da gefragt, das eine eben schon auch mit Führung dann auch, in diesem Fall, ja, Zahnarzt-Leadership und auch du dann dann in deiner
00:21:06: Performance-Coaching-Geschichte wirst du wahrscheinlich auch mit den Zahnärzte, den Zahnärztinnen darüber reden, dass auf jeden Fall alles in der Waage bleibt.
00:21:13: Und das zweite: eine gewisse Job-Rotation, also ein gewisser Wechsel auch, den wird es bei euch ja auch sicherlich geben?
00:21:20: Also zwangsläufig? Natürlich! Also wir haben wirklich relativ wenige Teilzeitkräfte und haben auch eine Vier-Tage-Woche für die Vollzeitkräften, die da sind.
00:21:29: Somit können wir das relativ gut den Behandlern zuteilen in der Dienstplanung. Wir haben einmal im Monat, da spreche ich mit allen Ärzten.
00:21:36: Wir haben ein kurzes Eins-zu-Eins-Gespräch, einmal im Monat, so dass wir da auch wirklich nahe aneinander sind und natürlich diese Meetingkultur, die nicht nur mit den
00:21:41: Ärzten stattfindet, sondern auch mit dem Führungsteam, gerade in der zweiten Führungsebene,
00:21:47: ich glaube, dass die ausschlaggebend ist, weil das so das Bindeglied ist zwischen allem. Und die geben das dann natürlich wieder dem Team weiter und wir geben natürlich weiter,
00:21:51: was haben wir für Ideen?
00:21:56: Wie sollte was umgesetzt werden und da kann man vor allem auch sehr, sehr schnell realisieren: da passt jetzt gerade irgendwas nicht.
00:22:04: Ja, ja. Prima! So liebe Marta, jetzt braucht's deine Spontanietät.
00:22:09: Jetzt stelle ich mal so zwei, drei Fragen, mit der Bitte um eine kurze knackige Antwort, sodass wir dich mal ein bisschen hier unter Unterdruck bringen ...
00:22:15: Nein, Scherz! Okay, danke. Welche ein oder zwei Erfolgsfaktoren hast du erst relativ spät erkannt?
00:22:24: Ein großer Punkt war: Controlling auf Behandlerebene. Dann: Kultur, Change-Prozesse, Strukturen, Anpassungen von Prozessen...
00:22:32: Dass das ein Kreislauf ist, wo Kommunikation einfach der absolute Hebel ist für alles. Ja, ja. Ich steige da mal kurz darauf ein.
00:22:41: Ich bin da ganz dankbar für. Also Controlling auf Behandlerebene – das war ja auch dieses, wo wir uns viel darüber ausgetauscht haben.
00:22:48: Das ist ein ganz essenzieller Punkt, weil: wenn man monatlich die BWA kriegt, dann sieht man ein Overall-Ergebnis.
00:22:56: Aber mit dem kann man tatsächlich nichts anfangen und nichts steuern.
00:22:58: Ich bin schon immer sehr offen mit meinen Ärzten auch gewesen, was unseren Austausch angeht. Und dadurch, dass wir die Behandlerblätter eingeführt haben, haben auch die
00:23:04: Kollegen einfach ein ganz anderes Gefühl dafür bekommen,
00:23:10: was läuft eigentlich so im Alltag?
00:23:12: Und diese Behandlerblätter sind ein super gutes Tool, auch über die Zeit einfach zu sehen, wie entwickeln sich Kollegen, auch wenn jemand neu quasi ins Team kommt:
00:23:21: Wie steigert der auch seine Honorarstundensätze mit der Zeit.
00:23:25: Man sieht relativ schnell, okay da fehlt jetzt vielleicht mittelfristig eine Assistenz und dann gibt es doch noch mal so einen kleinen Knick ...
00:23:33: Ja, Behandlerdatenblätter, ein Feature, ne, ein Tool, das wir im Praxisleitungslehrgang besprochen haben, was ihr dann auch implementiert habt, im Nachhinein?
00:23:41: Auch da, die, wirklich auch spezifisch angepasst.
00:23:44: Auf das, was beispielsweise auch in der Kinderzahnheilkunde ein ganz großer Faktor war, nicht nur die Behandlungs-Stundensätze zu haben sondern auch die Narkose-Stundensätze,
00:23:49: also das war eine ...ein großer Gamechanger.
00:23:55: Ja, genau.
00:23:56: Und dann eben also zu lernen, das hast du gerade auch schon angedeutet, wirklich über Daten auch gedeihlich zu sprechen, also in der Art und Weise, die Menschen nicht
00:24:01: verschreckt, sondern wirklich abholt und das gelingt dir ja wirklich hervorragend.
00:24:07: Wir haben das ja aus der Ferne noch so beobachtet und dass das war schon sehr eindrucksvoll, wie du das so hinbekommen hast, wobei du glaube ich auch auf eine sehr
00:24:15: menschliche, sehr etablierte Vertrauenskultur zurückgreifen konntest, die über die Jahre von dir schon aufgebaut wurde.
00:24:23: Ja, meine Kollegen sind auch – muss man dazu sagen – auch schon wirklich Jahre da.
00:24:27: Also wir haben, dreimal auf Holz geklopft, keinen großen Change in unsere Ärzteschaft, so dass sich da einfach ein gutes Verhältnis aufgebaut hat – und mir ist persönlich
00:24:33: Harmonie unheimlich wichtig.
00:24:39: Ich musste auch lernen, dass Harmonie nicht immer bedeutet, zu allem Ja und Amen zu sagen, sondern dass es auch in Ordnung ist, Ecken und Kanten zu haben und da auch seine
00:24:45: Meinung durchsetzen zu können, weil die auch wichtig ist, um weiterzukommen.
00:24:51: Aber die Worte, die man dann wählt, um ans Ziel zu kommen und mit welchen Beispielen, einfach auch zu wissen, welche Person ... mit welcher Person muss ich wie sprechen?
00:25:00: Weil welcher Person ist was anderes wichtig.
00:25:02: Und nicht um sie von irgendwas zu überzeugen oder da zu überreden, dass das jetzt der richtige Weg ist, sondern um einfach einen Weg zu finden, einen Zugang zu finden, da ein
00:25:11: Verständnis dafür aufzubringen, warum wir bestimmte Dinge umsetzen wollen oder anders machen oder anders angehen möchten.
00:25:20: So, jetzt hatte ich eben die Stakkato-Fragen angekündigt und habe dem gar keine folgen lassen, weil mich dieser eine Aspekt so interessierte, ja, weil der so viel Wert hat.
00:25:27: Jetzt werde ich mich disziplinieren, liebe Marta! Welche unternehmerische Entscheidung von dir war ein absoluter Volltreffer?
00:25:34: Digitale Prozesse und Social Media. Wo lauern echte Risiken, die man schnell übersieht? Dass Change-Prozesse Zeit brauchen.
00:25:43: In welchem Feld, vielleicht auch in welchen Feldern, hast du mit Annahmen agiert, die sich nachher als völlig unrealistisch herausgestellt haben?
00:25:52: Tatsächlich... dass eine Zweitpraxis einfach mal so aus dem Ärmel zu schütteln ist. Das kriegt man so nebenbei hin.
00:25:59: Ja. Man bekommt ja im Alltag, alleine wenn man nicht behandelt, extrem viel mit und das ist in einem zweiten Standort eben nicht der Fall!
00:26:05: Ja genau, man kann nicht überall sein, ne?!
00:26:08: Und das wirklich, nachdem ich da angefangen habe dort zu arbeiten, selber, 2024, als ich mit übernomen habe, war die ersten drei Wochen erstmal alles auf den Kopf stellen.
00:26:17: Alles auf den Kopf stellen, alle Schubladen gleich machen, alles genauso identisch wie im Hauptstandort gestalten, damit es einfach rund läuft.
00:26:24: Ja. Hättest du deinen Hauptstandort auch noch erweitern können, zimmermäßig, oder seid ihr da am Ende?
00:26:29: Wir könnten noch erweitern. Es bot sich, wie gesagt, nur einfach die Gelegenheit, auch auf dem Land.
00:26:34: Weil das Land, es ist wirklich schwierig für viele Leute in die Stadt hier reinzufahren, gerade aus dem Land, und das war ein schöner Standort, wo man wirklich auch die
00:26:40: Patienten gut abholen kann und damit ja auch wirklich eine Veränderung macht in der Umgebung und den Menschen Hilfe leisten kann, chirurgisch, ohne dass sie jetzt weite
00:26:46: Strecken fahren müssen.
00:26:52: Ja und jetzt läuft es auch gut, ja? Ja, ja. Läuft gut. Läuft richtig gut.
00:26:56: Und diese Anstrengungen, dort diese gleichen Prozesse und Strukturen reinzubringen, wie wir sie hier im Hauptstandort haben,
00:27:04: die hat sich definitiv ausgezahlt. Super! Wo lauern echte Risiken, die man schnell übersieht, Marta?
00:27:12: Kultur ist das A und O. Wenn man die falschen Menschen in den falschen Rollen hat im Unternehmen und es einem zu spät auffällt.
00:27:22: Und dass man, wenn man Entscheidungen trifft, diese Entscheidungen mit seinen Vertrauten, sachlich aber auch fachlich gut aufgestellten Vertrauten, treffen sollte.
00:27:33: Wie triffst du dann Entscheidungen, die große Konsequenzen haben? Mittlerweile nie alleine!
00:27:39: Ich hole mir viel Experten-Wissen ein und versuche 20 Prozent Bauchgefühl, 80 Prozent Fakten. Was mir wirklich schwerfällt in meinem visionären Sein.
00:27:49: Ja, da hat man es gerne umgekehrt, ne? Ganz genau!
00:27:52: Aber ich nutze das wirklich, mir verschiedene Perspektiven einzuholen, bis ich eine Entscheidung treffe, die dann wirklich weitreichendere Ffolgen hat.
00:27:59: Auch im privaten oder eher im geschäftlichen? Bei Kollegen? Oder bei Mitarbeitenden?
00:28:06: Also ich würde im Unternehmen sagen, die Berater mit denen ich mittlerweile auch schon gute Erfahrungen gemacht habe, die auch mal Dinge abraten und nicht nur zu allem Ja und
00:28:11: Amen sagen.
00:28:16: Jede Bank sagt dir, "Natürlich, machen Sie das.", jeder Unternehmensberater sagt, "Natürlich, machen Sie das, das ist super!
00:28:20: Das funktioniert einwandfrei."
00:28:22: Aber die Leute die wirklich nicht an der Basis mal waren und das miterlebt haben, wenn Dinge auch mal nicht so laufen wie sie sollen und so weiter. Das sind einfach so ...
00:28:30: Da Sparringpartner zu haben, die einem ehrlich sagen, ich weiß nicht, ob das passt oder nicht.
00:28:36: Und da gehört aber auch schon ein Vertrauen dazu, dass man sich auch persönlich, auf einer persönlichen Ebene auch kennt und weiß, wie tickt so der andere, würde es dazu
00:28:40: passen und ich glaube wirklich, so
00:28:44: Sparring-Austausch ist da das A und O heutzutage.
00:28:47: Ja. Ich habe mit Christian Brendel im Podcast über Wachstumsschwellen diese Thematik der Todeszone kurz thematisiert.
00:28:59: Also wirklich: da wo kein Geld verdient wird oder es schwer ist, weil schon Overhead aufgebaut werden muss, um das Vorhandene zu strukturieren, aber die Umsatzgröße noch
00:29:08: fehlt, um diesen Overhead tatsächlich angemessen zu bezahlen und in die Amortisation zu bringen. Wie ist da deine Haltung dazu?
00:29:17: Würdest du auch so was sagen, wie, "Liebe Kolleginnen und Kollegen, hütet euch für dieser und jeder Teamgröße?" Ja.
00:29:24: Wenn man nicht die Erfahrung dazu hat und nicht die entsprechende Weiterbildung, um es einschätzen zu können... Also man muss das ja selber nicht an der eigenen Haut, in der
00:29:29: eigenen Praxis irgendwie erfahren haben.
00:29:35: Aber eine Einschätzung zu haben, wie könnte es aussehen?
00:29:38: Wie würde es denn aussehen in zwei bis drei Jahren? Und das wirklich auf Fakten, auf Daten basiert sich mal auszurechnen oder ausrechnen zu lassen ohne Beschönigungen
00:29:44: reinzunehmen.
00:29:50: Gerade jetzt in der heutigen Zeit ist da eine Worst-Case-Planung immer besser als eine Best-Case-Planung.
00:29:55: Man freut sich hinterher, wenn trotzdem noch irgendwas übrig bleibt. Das sind glaube ich so die wichtigsten Dinge was diesen Punkt angeht.
00:30:02: Ja, das heißt die Kosten des Overheads dann tatsächlich auch zu verteilen, das bedingt dann auch nach deiner Erfahrung eine gewisse Teamgröße?
00:30:10: Natürlich, natürlich. Und ich glaube auch, dass klar sein muss, dass jede strategische Entscheidung, die man trifft, den Overhead begünstigen muss.
00:30:19: Also jetzt irgendein Gerät in die Praxis zu stellen, was zwar dann irgendwie von zwei Leuten mal genutzt wird und dann in der Schublade verstaubt.
00:30:27: Das bringt überhaupt nichts. Es muss, dieses Gerät ... das muss so einen Mehrwert bringen, wenn man schon eine Investition eingeht.
00:30:33: Und das meine ich auch mit dem Change-Prozess, da muss man sich darüber im Klaren sein, dass das viel Arbeit bedeutet.
00:30:38: Das Team mitzunehmen, aufzuklären, warum machen wir diese Dinge? Dass Leute auch, nicht nur eine Person, das im Team kann, sondern dass mehrere Personen das können...
00:30:47: Und dann die Teamleitungsstruktur, die hast du ja auch aufgebaut, meines Wissens? Ja.
00:30:52: Da sind wir gerade tatsächlich dabei, das aufzubauen diese zweite Führungsebene nicht nur in der Geschäftsleitung, sondern auch im Team.
00:30:58: Man bekommt im Alltag einfach bestimmte Dinge nicht mit und auch die Geschäftsleitung beschäftigt sich im Alltag mit anderen Dingen, ab einer bestimmten Praxisgröße, als mit
00:31:03: der Routine.
00:31:08: Und diese Routine, die braucht auch Menschen, die sie wiedergeben können, die auch Schwachstellen widergeben können und die wirklich aus dem Alltag der Geschäftsleitung
00:31:14: mitteilen, und die das aber auch zurückspiegeln können.
00:31:20: Dafür sind die Teamleiter, Bereichsleiter einfach Gold wert. Das spielt auch diese Führungsspanne rein, also das ist ja so,
00:31:25: Menschen wollen gesehen werden, in ihren Stärken erkannt werden, und man kann diese Führungsleistung eben nur machen für eine gewisse Anzahl von Personen, die man dann auch
00:31:30: wahrnehmen kann als Führungskraft.
00:31:35: Und, ja, das bedingt zwangsläufig, dass irgendwann die Teamleitungsebene auch zu installieren ist, damit es funktioniert,
00:31:42: in Summe. Genau, kann ich nur so voll bestätigen. Hast du auch mal sattes Lehrgeld bezahlt an irgendeiner Stelle, Marta?
00:31:50: Ich habe anfänglich zu viel, gerade in dieser Scale-Up-Zeit, sehr, sehr viel Fokus auf Entwicklung gelegt.
00:31:55: Auf wirklich: Strategie und unheimlich viele Systeme ausbauen. Das was wir vorhin schon besprochen hatten, also ganz visionär denken, wo wollen wir hin?
00:32:03: Wo wollen wir in zehn Jahren sein? Und das hat sehr, sehr viel Aufmerksamkeit von mir gefordert und teilweise auch so das Routinegeschäft ein bisschen vernachlässigt.
00:32:12: Damit meine ich nicht, dass ich jetzt nicht jeden Tag von morgens bis abends trotzdem noch 40 Stunden in der Woche gearbeitet habe, sondern so das Routinegeschäft im
00:32:17: strategischen Sinne, weil man so viel in die Zukunft gedacht hat, was kommt, und ich glaube dass wir mittlerweile eine sehr schöne Balance gefunden haben zwischen
00:32:23: Entwicklung und Stabilität.
00:32:29: Wir nehmen uns nicht mehr als zwei Ziele im Jahr vor.
00:32:33: Ja, das ist so der Fallstrick für die visionären Menschen, dass wir uns sehr gerne in der langen Zukunft aufhalten, aber unsere Aufmerksamkeit eigentlich mehr in den
00:32:39: alltäglichen Strukturen gebraucht würde, zumindest in einer anderen Zuteilung, genau.
00:32:46: Geld wird in der Routine verdient!
00:32:48: Das ist ja auch ein Merksatz, der sich durch unser gesamtes Handeln zieht, und dann ist es manchmal schwierig, sich als visionäre Führungskraft oder Inhaberin zu
00:32:53: disziplinieren?
00:32:58: Ja, also ich habe deinen Satz immer gefühlt in den Kopf eingemeißelt und das versuchen wir auch wirklich im Alltag durchzusetzen.
00:33:05: Wirklich den Fokus auf das zu legen, was wir am besten können, und das ist Operieren und Kindergebisse sanieren, Implantate setzen, dass ist das, was einfach unsere Expertise
00:33:12: ist. Und da sind wir auch großartig drin und auf der anderen Seite aber auch das Unternehmertum.
00:33:19: Also ich glaube, dass wir da schon sehr gut aufgestellt sind. Viel in diese Richtung machen und
00:33:25: wenn wir uns darauf fokussieren, dann kann nur was Tolles dabei rauskommen. Wie sieht dein Kalender aus?
00:33:30: Wie viele Stunden sind kurativ in der Woche noch? 36! Tatsächlich? 36 am Patienten?
00:33:37: Ja. Also eine Woche 36, die andere Woche sind es 30 Stunden. Das wechselt immer so, je nach Standort, also ich arbeite an beiden Standorten...
00:33:45: Gut, dann gleichst du das mit der 60-Stunden-Woche aus wahrscheinlich, damit du noch genug Zeit für...
00:33:50: Genau!
00:33:51: Also, ich habe tatsächlich jeden Freitag meinen Office-Tag, an dem ich wirklich strategisch arbeite und jede zweite Woche hab' ich den Montag, wo reiner Meetingtag ist,
00:33:57: von morgens bis abends strukturiert
00:34:04: alle Meetings laufen. Prima! Ja, vielen Dank für den Einblick auch an der Stelle.
00:34:09: So, wir nähern uns mal langsam hier dem Ende unseres Podcasts und da würde ich ganz gerne noch den Bereich deiner Arbeit auf öffentlicher Ebene thematisieren.
00:34:18: Du bist auch standesvertretungsmäßig unterwegs. Kannst du uns mal kurz sagen, was du da noch so treibst und tust?
00:34:26: Also ich bin Vertreter in der Vertreterversammlung der KZV Baden-Württemberg, für die Direktion Stuttgart.
00:34:32: Wir treffen uns in regelmäßigen Abständen und besprechen natürlich alle Themen, die die Zahnärzte im Alltag bewegen.
00:34:38: Dann bin ich stellvertretende Prüferin im Ausschuss der Fachzehnärzte für Oralchirurgie und nehme da mit den Kollegen die Prüfungen ab bei den jungen Fachzehnärzten.
00:34:46: Und ich leite seit einigen Jahren jetzt auch schon den Damenstammtisch der Zahnärztinnen in Heilbronn, so dass wir uns da versuchen mindestens einmal im Quartal zu treffen,
00:34:54: versuche dann immer jedes zweite Mal zumindest irgendwie einen Referenten zu organisieren, zu unterschiedlichsten Themen.
00:35:02: Die jetzt nicht immer nur mit Dental zu tun haben sondern auch mal mit Randthemen und Praxisleitung, Führung, KI, solche Dinge.
00:35:10: Um einfach auch mal so ein bisschen den Blick über den Tellerrand zu geben. Ja, ist schon wirklich beeindruckend.
00:35:15: Also hört sich so an, als hätte der Tag von Marta Dilling irgendwie 36 Stunden und nicht nur 24?
00:35:22: Ja, also, man muss dazu sagen, die Study Clubs machen wir auch einmal im Quartal.
00:35:28: Wobei, wenn man ehrlich ist und es runterbricht... Also man plant das übers Jahr hinweg.
00:35:33: Wir gucken immer, dass wir zum Dezember schon alle unsere Jahrestermine fürs nächste Jahr festlegen.
00:35:38: Und dann muss man eine Location buchen, wir haben ne Liste mit allen möglichen Locations, die wir je nach Größe der Teilnehmenden eben anschreiben, Die kennen uns ja
00:35:42: auch schon, Referenten organisieren, und, ja ...
00:35:47: Also die Strukturen sind auch an der Stelle gelegt, sodass ihr euch da auf die Routine schon ein Stück weit verlassen könnt?
00:35:52: Ja, das ist nicht jedes Mal eine Erstbegehung! Sonst wäre es wirklich viel. Genau. Sehr schön. Ja, zwei letzte Fragen habe ich noch:
00:35:59: Was soll denn bei dir so die unternehmerische Zukunft noch so bringen?
00:36:03: Gibt es sowas wie eine berufliche Bucketlist? Wir haben uns so ein BHAG, wirklich Scale Up-konform,
00:36:12: also Big Hairy Audacoius Goal, gesetzt.
00:36:15: Also, dass ich irgendwann mal sagen kann, die ganze Geschäftsleitung ist für vier Wochen nicht da und unser Schiff fährt trotzdem weiter nach den bekannten Strukturen, unserer
00:36:20: Kultur und unseren Prozessen.
00:36:26: Das wäre ein großes Ziel, was zu erreichen wäre. Mittelfristig steht auch auf unserer Bucketlist auf jeden Fall die Gehalts- und Karriere-Systeme zu entwickeln.
00:36:34: Da haben wir schon viel voran gearbeitet und da freue ich mich sehr, auf die Entwicklung auch von Solvi und was von euch weiter kommt, um das Weiterwachsen gedeihen zu lassen.
00:36:41: Und, natürlich nicht unbedingt größer wachsen.
00:36:48: Ich glaube mit den Kollegen, mit denen wir jetzt hier arbeiten, ist es großartig im Alltag. Und das zu konsolidieren und das Expertentum, was wir haben,
00:36:57: zu vertiefen, nicht nur medizinisch sondern auch unternehmerisch. Ja, es wird nicht langweilig werden, so viel ist klar.
00:37:05: Ja und dann abschließend, ist logisch dass du ohne diese Frage hier nicht rauskommst, heute. Was ist deine zentrale Empfehlung für all die Kollegen/Kolleginnen,
00:37:12: die mit der wirklich großen Praxis liebäugeln?
00:37:16: Also ich glaube da muss man zwei Dinge unterscheiden. Einmal die, die wirklich gründen wollen. Und die dann später eine große Praxis haben wollen.
00:37:24: Also schaut euch alle möglichen unternehmerischen Weiterbildungen an, die es gibt und geht schrittweise in diesen Verantwortungsbereich, in die Praxisgröße hinein und holt
00:37:31: euch vor allem ehrliches Feedback, vielleicht auch von euren Chefs ein, bei denen ihr jetzt arbeitet, was für ein Typ Mensch ihr seid, ob das wirklich auch zu euch passt oder
00:37:38: ob das vom Charakter her auf euch zugeschnitten ist, eine große Praxis zu leiten.
00:37:46: Und für bestehende Praxisinhaber: Macht auf jeden Fall den Praxisleitungslehrgang bei der Maike.
00:37:51: Ja, das ist ja lieb von dir! Nein, ganz ehrlich:
00:37:54: Also ich glaube dass es ein großer Gamechanger war, einfach Strukturen mitzubekommen, auch für Kollegen die in großen Praxisstrukturen arbeiten, um einfach Zusammenhänge
00:37:58: besser zu verstehen.
00:38:03: Sucht euch Sparringspartner, die in der gleichen Situation sind oder schon weiter sind als ihr selber seid, und etabliert ein richtig gutes Controlling.
00:38:11: Also nicht nur wirklich zahlengetrieben von dem, was Steuerbüros und externe Firmen euch weitergeben, sondern wirklich auf euer Unternehmen zugeschnitten.
00:38:19: Und ich glaube das dann durch so eine bessere Führung, durch klare Strukturen, durch eine starke Kultur und ein konsequentes Controlling auch eine Praxis stabil wachsen
00:38:28: kann. Ja, wunderbar! Das sind genau die drei Bereiche, ne?
00:38:31: Das hast du gerade hervorragend zusammengefasst und dafür bin ich dir schon auch dankbar, denn es ist am Ende ja diese Komplexität, die ein Konzept braucht, über diese
00:38:38: drei Bereich mit Kommunikation/Führung, dann Prozesse/Strukturen.
00:38:46: Das dritte, das Controlling/die BWL. Ja, das glaube ich hast du hervorragend aufgestellt in deiner Praxis!
00:38:52: Vielen Dank. Wir entwickeln uns stetig weiter!
00:38:55: Ich nehme Lob immer liebend gerne an, sehe es aber auch immer mit einem zwinkernden Auge, weil es noch so viele Bereiche gibt, wo wir uns gerne weiterentwickeln.
00:39:02: Ja, und ich glaube du hast sich jetzt hier auch als Persönlichkeit sehr gut vermittelt, dass man da natürlich Engagement braucht, eine gewissere Robustheit auch, eine Resilienz
00:39:07: und gleichzeitig so einen hohen persönlichen Energielevel.
00:39:13: Das ist sicherlich auch ein... großer Anteil am Gesamterfolg. Ja, liebe Marta! Da haben wir doch unseren Zuhörenden eine Menge mitgegeben, hoffe ich.
00:39:21: Vielen Dank für die tiefen Einblicke und deine vielen Tipps auch, die du hier im Podcast gegeben hast.
00:39:25: Vielen Dank dafür! Vielen lieben Dank, Maike, dass du mich eingeladen hast! Damit verabschiedet sich unser Podcast in die Sommerpause.
00:39:33: Am zweiten September sind wir wieder mit einer spannenden Folge für euch da.
00:39:38: Herzlichen Dank für euer Zuhören. Und bis dahin. Tschüss!
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